Spieleparadies im alten Hofladen Gaudium ist die neue Attraktion am Berentzen-Hof in Haselünne

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Jens Bookjans und Christa Linger testen ihre Zielgenauigkeit beim "Minis werfen", der ersten Station im neuen Gaudium. Foto: Malte GoltscheJens Bookjans und Christa Linger testen ihre Zielgenauigkeit beim "Minis werfen", der ersten Station im neuen Gaudium. Foto: Malte Goltsche

Haselünne. Seit dem Umzug des Hofladens im Jahr 2016 stand seine alte Fläche im ersten Obergeschoss des Berentzen-Hofes leer. Nun beheimatet sie die neue Attraktion des Unternehmens: das Gaudium.

Sieben Stationen umfasst das neue Angebot im historischen Berentzen-Hof. Im Raum des alten Hofladens werden nun keine Berentzen-Produkte mehr verkauft, sondern es wird gespielt. Seit drei Monaten gibt es das neue Angebot im historischen Hof in der Haselünner Innenstadt, seinen ersten großen Auftritt für die breite Öffentlichkeit hatte das Gaudium allerdings erst zum Korn- und Hansemarkt. Für das Marktwochenende öffnete Jens Bookjans die Türen seines "Wohnzimmers" und präsentierte den Haselünnern das Spielparadies. 

Wetterunabhängigkeit war wichtig

Bookjans ist zuständig für das Marketing am Berentzen-Hof und dadurch auch verantwortlich für das Gaudium. Sein Büro hat er direkt neben dem großen Raum. "Wir hatten bislang sehr positives Feedback von den Gästen. Also ich habe wirklich noch nichts negatives gehört", sagt er. Christa Linger als Geschäftsführerin des Berentzen-Hofes erklärt die Überlegungen, die zum neuen Angebot geführt haben: "Wir haben gezielt nach einer Möglichkeit geschaut, den Leuten wetterunabhängig Unterhaltung zu bieten. Das ist für Tagesgäste in Haselünne bei schlechtem Wetter bislang immer ein Problem gewesen."

Bis Jahresende, berichtet Bookjans, sei das Gaudium zwei- bis dreimal im Monat gebucht. "ich bin sehr positiv überrascht, wie es anläuft", sagt er. Gruppen von einer Größe bis zu 50 Leuten finden im Gaudium Platz. Dabei ist es ganz egal, wie jung oder alt man ist. Die angebotenen Spiele seien für alle Altersgruppen ausgelegt, sagt Bookjans. Die Einrichtung des alten Hofladens wurde für das neue Projekt nicht angetastet, sondern nur durch ein paar Requisiten aus dem Archiv des Hofs ergänzt. "Wir wollten keine Gaudihütte von irgendwo kopieren, sondern die Geschichte des Hofes widerspiegeln", erklärt Geschäftsführerin Linger.

Orientierung an Fernsehsendungen

Bei den angebotenen Spielen hat sich Bookjans von populären Gameshows aus dem Fernsehen wie "Schlag den Raab" inspirieren lassen. Begonnen wird bei der Station "Minis werfen". Dort muss man mit den kleinen Plastikflaschen zielgenau auf eine der Etagen des alten Ausstellungstisches treffen. Bookjans hat den Bogen schon raus: "Wichtig dabei ist, möglichst hoch zu werfen. Dann bleiben die Fläschchen besser liegen."Er gewinnt naturgemäß die Testrunde. Nach einer Knobelrunde geht es zum Mini-Shuffleboard. Dort müssen Holzscheiben in kleine Tore geschoben werden, jedes einzelne gibt verschiedene Punktzahlen, die am Ende zusammengerechnet werden. 

Sechs Schläge ins Holz

Beim Hau-Weg-Spiel, einem Würfelspiel, kann man sich die Zähne ausbeißen, bevor beim Leitergolf wieder Genauigkeit gefragt ist. Zum Abschluss des Spieleparcours kommen die beiden Highlights: Armbrust schießen und Nageln. Zunächst wird mit einer Mini-Armbrust und Plastikpfeilen auf eine Zielscheibe geschossen. Auch hier weiß Bookjans, wie es geht. "Ziele möglichst tief, sonst fliegt der Pfeil zu weit nach oben." Die Testschüsse gehen trotzdem über die Scheibe. Die letzte Station im Gaudium lässt womöglich eher Männerherzen höher schlagen. Beim Nageln geht es darum, mit möglichst wenig Schlägen, einen Nagel in einem Holzstamm zu versenken. Bereits zweimal habe er einen neuen Hammer kaufen müssen, erzählt Gaudium-Leiter Bookjans. "Jetzt habe ich aber einen stabileren gekauft", sagt er und versenkt den Nagel mit sechs Hieben im Holz.

Konzentration ist gefordert beim Armbrust schießen. Jens Bookjans beobachtet den Schuss von Christa Linger. Foto: Malte Goltsche


Die Punktzahlen werden für jeden Teilnehmer zusammengerechnet und anschließend ausgewertet. Für die Sieger gibt es dann diverse Preise, für alle eine Urkunde. Für einen Lacher sorgt jedes Mal die Vergabe eines Trost-Lollys für die Verlierer. Insgesamt soll beim Gaudium die Geselligkeit im Vordergrund stehen, sagt Christa Linger. "Wir wollten das im Vordergrund haben, was unsere Marke ausmacht."


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