Neue Kitagruppe für Hase-Kids Haselünner Kulturausschluss beschließt leichte Anhebung der Bäderpreise

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Die Preise für das Freibad Haselünne werden etwas angehoben. Archivfoto: Iris KroehnertDie Preise für das Freibad Haselünne werden etwas angehoben. Archivfoto: Iris Kroehnert

Haselünne. Erstmals seit 2003 werden die Eintrittspreise für das Haselünner Frei- und Hallenbad und die Sauna angehoben. Auch Übernachtungen auf dem Jugendzeltplatz "In der Muhne" werden in Zukunft teurer.

Zwei wesentliche Gründe gibt es für die Anhebung der Eintrittspreise für die Haselünner Bäder, wie Erster Stadtrat Reiner Strotmann erklärte. Einerseits habe es einen tariflich begründeten Anstieg der Personalkosten gegeben, andererseits seien die Öffnungszeiten erweitert worden, womit sich die Schließzeiten zwischen Hallenbad- und Freibadsaison verringert hätten.

Erhöhungen um 20 bis 25 Prozent

Nach dem einstimmigen Beschluss des Ausschusses werden die Gebühren für das Hallenbad ab der Wintersaison, die Anfang Oktober beginnt, angehoben. Für das Freibad gelten die neuen Preise ab dem Sommer 2019. Durchschnittlich bewegen sich die Erhöhungen für alle Ticketvarianten zwischen 20 und 25 Prozent. Eine Einzelkarte im Hallenbad kostet demnach für Erwachsene demnächst nicht mehr zwei Euro, sondern nun 2,50 Euro, für Jugendliche statt einem Euro 1,20 Euro. Die gleichen Preise gelten ab 2019 auch für das Freibad. Auch die Preise für die Sauna werden leicht angehoben. Statt fünf Euro zahlen Erwachsene nun 6,20 Euro für einen einzelnen Eintritt. Jugendliche müssen nun statt 2,50 Euro drei Euro berappen.

Große finanzielle Auswirkungen kann sich die Stadt Haselünne durch die Erhöhung allerdings nicht erwarten. Ausschussmitglied Martin Traband (SPD) stellte fest: "Die Betreibung der Bäder wird für die Stadt immer ein Minusgeschäft bleiben. Gerade für die Jugendlichen sind die Erhöhungen nur sehr moderat." Man werde allerdings in der Zukunft um weitere Erhöhungen nicht herumkommen. Auch Roswitha Sehrbrock von der CDU lobte die "familienfreundlichen Preise".

3000 Euro Mehreinnahmen

Neben den neuen Preisen für die Bäder beschloss der Ausschuss zudem noch eine Erhöhung der Übernachtungsgebühren für den Jugendzeltplatz "In der Muhne". Seit 2012 hat der Zeltplatz durchschnittlich 6235 Übernachtungen pro Jahr verbucht. "Um eine weitere kostendeckende Betreibung des Zeltplatzes zu gewährleisten, sei eine Anpassung der Gebühren notwendig, erklärte Reiner Strotmann. Nach einem einstimmigen Beschluss teigen die Preise für Jugendgruppen je Tag und Teilnehmer von drei Euro auf 3,50, für Einzelwanderer, Kanu- und Bootsfahrer je Nacht und Teilnehmer von vier Euro auf fünf Euro. Durch die Erhöhung rechnet die Stadt mit einem Mehr an Einnahmen von 3117,50 Euro im Jahr, die durchschnittlichen Übernachtungen seit 2012 zugrunde gelegt.

Neue Satzung für Kita-Gebühren

Als drittes beschloss der Schul- und Kulturausschuss eine Änderung zur Satzung der Erhebung der Gebühren für die Benutzung der Kindergärten der Stadt Haselünne. Dies wurde notwendig, da das Land Niedersachsen die Kita-Gebühren für Kinder ab drei Jahren abgeschafft hat. Nun wurde für den ganzen Landkreis Emsland eine einheitliche Regelung gefunden, die sich auch in der Satzung Haselünnes niederschlägt. Auch hier lobten die Ausschussmitglieder Thom (SPD) und Sehrbrock die "moderaten Preise" und die einheitliche Regelung im Landkreis.

Neben den Beschlüssen wurde im Ausschuss außerdem über den Nachtragshaushalt 2018 beraten. Reiner Strotmann stellte die einzelnen Aspekte vor. Besonders ins Gewicht fällt die neue Regelgruppe in der Kita Hase-Kids, die mit rund 400.000 Euro zu Buche schlägt. 110.000 Euro davon sollen vom Landkreis getragen werden.


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