Freier Eintritt am Freitag Vorbereitungen auf Korn- und Hansemarkt Haselünne

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Ein Festumzug findet traditionell zu Beginn des Korn- und Hansemarkts in Haselünne statt. Archivfoto: Helmut DiersEin Festumzug findet traditionell zu Beginn des Korn- und Hansemarkts in Haselünne statt. Archivfoto: Helmut Diers

Haselünne. Die Besucher des 19. Historischen Korn- und Hansemarkts vom 7. bis 9. September in Haselünne erwarten einige Neuerungen.

Passend zum Motto „Räuber, Halunken, Stroatekehrer“ wird es auf dem Korn- und Hansemarkt am kommenden Wochenende erstmals eine „Spelunkengasse“ geben. Diese löst die bekannte „Dorfgasse“ ab. Das ist nur eine der Neuerungen, die der Vorstand des „Vereins Korn- und Hansemarkt“ seinen Mitgliedern im Hansesaal des Westerholt’schen Burgmannshof vorstellte.

Über den letzten Stand der Vorbereitungen berichtete Elisabeth Vocke. Dass am Eröffnungstag, dem Freitag, kein Eintrittsgeld von den Besuchern erhoben wird, sei eine weitere Neuerung, sagte die Geschäftsführerin des Vereins. Diese Entscheidung habe sich der Vorstand zwar nicht leicht gemacht, weil damit Einnahmeverluste im vierstelligen Euro-Bereich einhergehen. Aber dahinter stecke der Gedanke, das dreitägige Fest familienfreundlich zu gestalten. Daher sind die Preise für Karussellfahrten nicht erhöht worden. Das gilt ebenso für die Getränkepreise, die damit seit acht Jahren stabil bleiben. „Der Freitag hat in den letzten Jahren eine Entwicklung gemacht, die ganz steil nach oben geht“, stellte Elisabeth Vocke erfreut fest. Verantwortlich dafür dürfte vor allem der große historische Umzug sein. Dieser beginnt um 17 Uhr an der Bödiker-Oberschule und endet eineinhalb Stunden später am Westerholt’schen Burgmannshof, wo dann die offizielle Eröffnung stattfindet.

Ein wichtiger Aspekt bei den Vorbereitungen des 19. Korn- und Hansemarktes sei die Sicherheit, führte Vocke aus. Die großen Einfallstraßen in die Stadt werden in diesem Jahr mit Betonklötzen abgesichert. Händler haben es deshalb etwas schwerer als sonst, zu ihren Ständen zu kommen. Es wird ausreichend Platz für Fahrzeuge es Rettungsdienstes und der Feuerwehr gelassen. An den Festtagen wird die Polizeistation mit neun Beamten besetzt sein. Außerdem werden vier Fachkräfte einer Sicherheitsfirma rund um die Uhr ihren Dienst in der Stadt versehen.

Als Chance und Herausforderung zugleich sieht Vereinsvorsitzender Jan-Bernd Berentzen den Korn- und Hansemarkt, wie er in seiner Ansprache verdeutlichte. In die dreitägige Feier ist dieses Mal der 35. Westfälische Hansetag integriert, der am Samstag des Festwochenendes eröffnet wird. Eine Chance sei es, so Berentzen, weil sich die Stadt Haselünne vielen Gästen aus anderen Hansestädten präsentieren könne. Eine Herausforderung sei es, dem Hansetag einen organisatorisch angemessenen Rahmen zu geben. „Der Hansetag ist komplett in den Korn- und Hansemarkt eingebettet. Einen besseren Rahmen als Haselünne kann keine andere Stadt bieten“, sagte Reiner Strotmann, der im Vorstand des Vereins für die Gästekoordination zuständig ist.

Von den 49 Städten, die dem Verbund der Hanse angehören, haben 35 ihr Kommen zugesagt, führte Strotmann aus. Das sei eine erstaunlich hohe Zahl, wenn man bedenke, dass Haselünne schließlich die entlegenste der Mitgliedsstädte des Hansetages ist, so der Koordinator. Aus Westfalen kommen auch viele evangelische Christen nach Haselünne. Daher wird es am Sonntag um 9 Uhr einen Gottesdienst in der evangelisch-lutherischen Dreifaltigkeitskirche geben. Ein katholischer Gottesdienst auf Plattdeutsch findet um 10 Uhr auf dem Gelände vor dem Westerholt’schen Burgmannshof statt. Der Hansetag wird mit der Übergabe der Hansefahne an Warendorf, die nächste Ausrichterstadt, am Sonntagnachmittag zu Ende geben.

Der den Hansetag einbettende Korn- und Hansemarkt bietet drei Tage lang einen historischen Markt und viele kulturelle Auftritte auf mehreren Bühnen. Elisabeth Vocke freut sich über Premieren auf dem Markt: „Aus der Ukraine reist die Gruppe Alentrada an. Das sind sieben junge Leute, fünf Frauen und zwei Männer, die ein ganz außergewöhnliches Bühnenprogramm bieten. Zudem haben wir erstmalig eine Hanfbäckerei und einen Stand aus Tschechien. Dort gibt es Baumkuchen, der nach alter Tradition über dem Holzkohlegrill gebacken wird.“

Und zum Abschluss noch eine Neuerung: Bei der 18. Auflage des Festes gab es Gäste, denen das Bier zu dunkel war. In diesem Jahr kommt eine etwas hellere Sorte zum Ausschank: Bitburger Kellerbier. Zur Verfügung stehen 8000 Gläser mit dem Emblem des Korn- und Hansemarktes.


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