Schiffer und Kaufmann Skulpturen am Wasserturm in Haselünne aufgestellt

Von Heiner Harnack

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Haselünne. Zum 19. Historischen Korn- und Hansemarkt am zweiten Septemberwochenende hat die Stadt Haselünne eine Bronzeskulptur am Alten Wasserturm aufstellen lassen.

Passend zur Geschichte der alten Hansestadt stellt die vom Künstlerehepaar Renate und Leo Janischowsky aus Steinfurt geschaffene Szene einen Schiffer und einen Kaufmann dar, die sich gerade auf einen Handel geeinigt haben. Der Haselünner Kaufmann trägt Mantel mit Zylinder und, heute kaum noch üblich, eine Fliege. Der Seemann, natürlich mit Bart, trägt Schiffermütze mit dem einst typischen Hemd der Seeleute.

„Wir arbeiten nicht nur in Bronze, sondern auch in Glas und Stein“, erklärte Leo Janischowsky während der richtige Standort auf dem Betonpodest für die beiden Figuren gesucht wurde. Schließlich sollen die Gäste, die aus verschiedenen Richtungen kommen, sofort erkennen, was die Szenerie darstellt. „Ein Vierteljahr hatten wir an den Entwürfen gesessen, bis alle Beteiligten ihr O.K. gaben.“ Natürlich habe es mehrere Entwürfe gegeben, erzählte der Mann, der bereits Skulpturen für Flughäfen, Schiffe und viele verschiedene Ortschaften geschaffen hat.

In der Zwischenzeit hatten Josef Volmer von der Anft-Kunstgießerei aus Drensteinfurt, wo die Skulptur gefertigt wurde, und städtischer Mitarbeiter Elmar Leigers doch die eine oder andere kleinere Schwierigkeit, die Bohrlöcher in das Podest zu treiben, das aus bestem Haselünner Beton bei der Firma Duha gefertigt wurde. „Die Münze, die der ehrbare Kaufmann dem Schiffer übergibt, stammt übrigens aus Haselünne“, fügte Janischowsky noch an.

„Die Überlegung war, wie wir den Platz am Wasserturm weiter gestalten können“, sagte Bürgermeister Werner Schräer. Ziel sei es immer gewesen, sich mit dem Thema Kunst zu beschäftigen. „Da wir zum Korn- und Hansemarkt auch die 35. Westfälischen Hansetage ausrichten und unsere Stadt sich in der Internationalen Hanse engagiert, war es klar, dass dieses Thema im Vordergrund stehen sollte“, erklärte Schräer die Szene mit Kaufmann und Schiffer. Es sollte ein Kunstwerk sein, dass nicht zu groß und zu mächtig daher komme, erklärte der Bürgermeister die eher filigran gestalteten Figuren, bei denen der Betrachter jeden Gesichtszug sehr gut nach gezeichnet betrachten kann. „Es passt alles bestens zum Platz und so sind diese beiden Bronzefiguren die ideale Besetzung für uns“, so Schräer, während Josef Volmer und Elmar Leigers die Figuren in die richtige Position gebracht hatten.


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