Stute verendet – Hengst abgeholt Haselünner aufgebracht über Pferdehaltung auf Koppelwiesen

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Dieser Hengst wurde am Mittwochmittag vom Veterinäramt des Landkreises abgeholt und soll tierärztlich untersucht werden. Foto: Harry de WinterDieser Hengst wurde am Mittwochmittag vom Veterinäramt des Landkreises abgeholt und soll tierärztlich untersucht werden. Foto: Harry de Winter

Haselünne. Schon länger kümmern sich Anwohner der Koppelwiesen in Haselünne um Pferde auf einer Weide. Sie erheben schwere Vorwürfe gegen den Halter, der ihrer Ansicht nach die Tiere vernachlässigt. Eine Stute lag nun am gestrigen Morgen tot auf der Koppel. Der Landkreis Emsland konnte im Vorfeld keine Verstöße feststellen.

Mehrmals seien die Anwohner beim Veterinäramt des Landkreises und der Polizei vorstellig geworden. Passiert sei aber bislang nichts, sagen sie, während sie fassungslos und am Mittwochmittag auf die Weide schauen. Neben einem jungen Hengst, der abgemagert zu sein soll, liegt die tote Stute. In der Luft hängt der Geruch von Verwesung. Die Polizei aus Haselünne ist ebenfalls vor Ort. Sie ist im Gespräch mit den aufgebrachten Anwohnern. Die Beamten teilen den Haselünnern mit, dass gleich ein Tierkörperbeseitigungsunternehmen käme, um die tote Stute abzuholen. Warum die Stute verendet ist, kann nur gemutmaßt werden.


Der Kadaver der toten Stute wird von einer Fachfirma abgeholt. Foto: Harry de Winter

Die Polizei erklärt auf Nachfrage, dass man bereits einige Anrufe und Meldungen in der Sache bekommen und nun alles weitere veranlasst habe. Auch der Hengst auf der Weide werde vom Veterinäramt abgeholt und an einen artgerechteren Ort gebracht. Um kurz nach halb 1 Uhr war die Pferdekoppel leer.


Der Hengst wurde von der Weide geholt und soll nun anderweitig untergebracht werden. Foto: Harry de Winter


Auf Anfrage beim Veterinäramt des Landkreis Emsland teilt dieses mit, dass bereits am 2. August die Tierhaltung auf der Koppel in Augenschein genommen wurde. Tierschutzrechtliche Verstöße seien dabei nicht festgestellt worden. Wasser und Futter seien vorhanden gewesen. "Das jetzt verstorbene Pferd zeigte keine gesundheitlichen Auffälligkeiten und war in gutem Ernährungszustand. Der Hengst war in einem ausreichenden Ernährungszustand. Wasser und Futter waren vorhanden", heißt es schriftlich. Da kein Halter der beiden Pferde ermittelt werden konnte, nahm der Landkreis das Pferd in seine Obhut. Es soll nun einem Tierarzt vorgeführt und artgerecht untergebracht werden.


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