Ferienpassaktion 2018 Eine Flaschenpost geht in Haselünne auf Reisen

Von Martin Reinholz

Im hohen Bogen wurden die Flaschen in die Hase geworfen und auf die Reise geschickt. Foto: Martin ReinholzIm hohen Bogen wurden die Flaschen in die Hase geworfen und auf die Reise geschickt. Foto: Martin Reinholz

Haselünne. Im Rahmen der Ferienpassaktion hat die Katholische Öffentliche Bücherei Haselünne (KÖB) das Herstellen einer Flaschenpost angeboten.

20 Kinder kamen um zusammen mit Anni Bollmer, Christine Eickholt und Sabine Dall vom Haselünner KÖB-Team neben der Flaschenpost auch Namensbuttons herzustellen.

Einleitend trug Christine Eickholt den sechs- bis achtjährigen Kindern in der Leseecke der Haselünner KÖB die Geschichte eines jungen Mannes namens Mathias vor. Die Geschichte beginnt an den Hamburger Landungsbrücken, wo Mathias als kleiner Junge die Winde der sieben Meere um die Ohren pfeifen. Dann, ein paar Jahre später: Der nunmehr erwachsene junge Mann fährt zur See und gibt Morsezeichen mit der „Klappenbuchse“ an die anderen Schiffe ab. Er ist glücklich auf dem Meer. Eines Tages schreibt er einen Brief, steckt ihn in eine Cola-Flasche, versiegelt sie und wirft sie über Bord – „aus reinem Übermut“. Dann vergeht eine lange Zeit, während der Flaschenpost-Absender der See erst einmal den Rücken zukehrt und an die Universität geht.

Eigenes Boot zum Geburtstag

Währenddessen wird in Norwegen ein kleiner Junge geboren – zwei Jahre, nachdem die Flaschenpost ins Meer geworfen wurde – sein Name ist Marius. Marius liebt auch das Meer und bekommt zu seinem sechsten Geburtstag ein eigenes Boot, das sogar einen Außenbordmotor hat. Marius sucht am Strand Dinge, die das Meer angespült hat. Eines Tages – Marius ist bereits neun Jahre alt – findet er die Flaschenpost. Als er auf das Datum blickt, an dem die Flasche ins Meer geworfen wurde, wird im klar, was für einen Fund er gemacht hat. Sogar die Presse kommt und macht ein Bild von Marius und dem Brief. Dann bekommt der Flaschenpostversender Post von Marius mit der Kopie des Briefs von damals.

Wurf in die Hase

Danach bastelten die Kinder gemeinsam in vier Gruppen je eine Flaschenpost. Neben einem bunt gestalteten Bild wurden jeder Flasche auch die Absenderdaten beigelegt. Gemeinsam ging es dann zum Ufer der Hase, um die Flaschenpost zu verschicken. Mit einem kräftigen Wurf gelangten die Flaschen in die Hase, um sich auf die Reise zu machen. Nun warten die Kinder und das KÖB-Team bis die Finder der Flaschenpost eine Rückmeldung geben. Zum Abschluss gab es an der Hase für die Kinder noch eine willkommene Abkühlung in Form von Getränken und einem Eis.


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