Container aufgebrochen Einbrecher aus Haselünne verurteilt

Von Gerd Albers

Das Amtsgericht Meppen hat einen 40-jährigen Mann aus dem mittleren Emsland zu einer Freiheitsstrafe von einem Jahr und seinen 29-jährigen Mittäter zu eine Geldstrafe von 3900 Euro verurteilt.  Foto: Nicolas Armer/dpaDas Amtsgericht Meppen hat einen 40-jährigen Mann aus dem mittleren Emsland zu einer Freiheitsstrafe von einem Jahr und seinen 29-jährigen Mittäter zu eine Geldstrafe von 3900 Euro verurteilt. Foto: Nicolas Armer/dpa

ga Meppen Das Amtsgericht Meppen hat einen 40-jährigen Mann aus dem mittleren Emsland zu einer Freiheitsstrafe von einem Jahr und seinen 29-jährigen Mittäter zu eine Geldstrafe von 3900 Euro verurteilt.

Die Staatsanwaltschaft hatte zwei Männer angeklagt, im Januar dieses Jahres einen versuchten Einbruchdiebstahl und zwei vollendete schwere Fälle des Diebstahls, begangen zu haben. Demnach brachen sie im Stadtkern von Haselünne einen Wohn- und einen Baucontainer auf. Dabei entwendeten sie eine Heckenschere, einen Hammer, mehrere Sicherheitsschlösser mit Schlüssel, eine Rohrzange und mehrere Paar Arbeitshandschuhe.

Nach diesen Einbrüchen versuchten sie, die Holztür eines Hotels aufzuhebeln, was ihnen jedoch nicht gelang und die Tat im Versuch stecken blieb. Bei dieser Tat wurden sie von einem aufmerksamen Bürger beobachtet, der die Polizei verständigte, die die beiden mutmaßlichen Täter festnehmen konnten.

Ein Zeuge schilderte den versuchten Einbruch an der Hintertür des Hotels. Er hatte die Tat aus seiner, dem Tatort gegenüberliegenden Wohnung beobachtet. Ein Mann an der Straße stand „Schmiere“ , während sich der andere an der Tür zu schaffen machte. Dieser drehte ihm den Rücken zu, allerdings war deutlich zu erkennen, wie er in gebückter Haltung Hebelbewegungen gemacht habe. Als sich ein Fahrzeug näherte, verließ er die Tür, kehrte aber später dorthin zurück und machte weiter. Beide Täter trugen Mützen.

Zeugenaussagen

Desweiteren wurde noch der Polizeibeamte vernommen, der die Festnahme mit durchgeführt hatte. Er machte deutlich, wie die Angeklagten festgenommen wurden und sagte auch, dass sie keine anderen Personen in der Tatortnähe gesehen hätten. Beide hätten Mützen und verschiedene Gegenstände am Körper getragen. Einer der Täter habe allerdings versucht, einen Hammer wegzuwerfen, was jedoch nicht gelang.

Letztlich wurde noch der Zeuge befragt, der die beiden Angeklagten in die Stadt gefahren hatte. Er bestätigte, dass man sich gemeinsam in eine Spielhalle in Haselünne begeben habe, um dort Billard zu spielen. Gegen 21.30 Uhr habe er dann die Spielhalle verlassen, während die beiden Männer noch blieben. Gegen 24 Uhr erhielt er nochmals einen Anruf von den beiden, damit er sie aus der Stadt abhole und nach Hause bringe. Dieses habe er wegen der fortgeschrittenen Zeit abgelehnt.

Vorstrafen

Während der jüngere nur eine Voreintragung hatte, wurde bei seinem Mittäter deutlich, das dieser erhebliche einschlägige Vorstrafen vorzuweisen hatte. Sechs Monate nach einer fast siebenjährigen Freiheitsstrafe wegen Bandendiebstahls, beging er erneut die Straftaten in Haselünne.

In seinem Plädoyer sah der Staatsanwalt die zur Last gelegten Straftaten als nachgewiesen an. Die sichergestellten Gegenstände gefunden zu haben, hielt er für eine Schutzbehauptung. Zudem sei es sehr unüblich diese Gegenstände verborgen am Körper zu tragen, für ihn hätten die beiden die Taten begangen, deshalb beantragte er für den jüngeren Täter eine Geldstrafe von 3900 Euro, für den Älteren eine Freiheitsstrafe von einem Jahr und zwei Monaten.

Nur Geldstrafen?

Ganz anders sahen dies die beiden Verteidiger. Es gebe zwar eine Reihe von Indizien, die vielleicht gegen ihre Mandanten sprächen, aber es seien eben keine Beweise. Deutlich werde dies bei den Einbrüchen in die beiden Container. Hier gebe es weder Tatzeugen noch Spuren, die die Angeklagten überführten. Bleibe letztlich die Fundunterschlagung, die von ihren Mandanten ja auch eingeräumt worden seien. Hier beantrage man eine moderate Geldstrafe und einen Freispruch für die übrigen Taten.

Der Richter war aber davon überzeugt, dass die beiden Angeklagten die tatsächlichen Täter sind. In seinem Urteil legte er eine Fundunterschlagung und den versuchten Einbruch zugrunde.


Weitere Angebote, Produkte und Unternehmen der noz MEDIEN