1800 Kubikmeter Beton in Haselünne verbaut Ab 16. Juli rollt Verkehr über neue Hasebrücke

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Haselünne. Motorisierte Verkehrsteilnehmer dürfen sich freuen. Ab Montag, 16. Juli, kann der Verkehr wieder über die Hase rollen. Die neue Brücke ist dann zwischen Haselünne und Eltern in Richtung Cloppenburg und Richtung Lingen wieder befahrbar..„Es ist ein wunderbarer Tag für Haselünne“, freute sich Bürgermeister Werner Schräer bei der kleinen Freigabe.

  • Ab 16. Juli 2018 rollt der Verkehr über die neue Hasebrücke in Haselünne
  • Freigegeben ist zunächst nur die Strecke B 213/Eltern
  • Ab etwa Mitte August soll es (von Lingen) auch in die und aus der Stadt gehen
  • Der Bund investiert in die Maßnahme sechs Millionen Euro

Pünktlich zum Wochenende wurde der Neubau im Zuge der Bundesstraße 213 baulich fertiggestellt. Bis Montag müssen nun noch Verkehrssicherungsmaßnahmen und Umleitungsbeschilderungen entfernt werden. Frei wird auch der Knotenpunkt der Hasestraße. Verkehr kann damit von der B 213 in die Hasestraße ein- und aus der Hasestraße ausfahren auf die B 213.

Die Vorarbeiten für die neue Hasebrücke begannen im Februar 2016: Mehrere Bäume im Bereich der künftigen Widerlager des Bauwerks auf der Westseite mussten beseitigt und unter anderem die Nepomuk-Statue abgebaut werden. Mit dem Abbruch der Radwegebrücke der alten Überwegung Anfang April, der zur logistischen Herausforderung wurde, begannen die eigentlichen Bauarbeiten. Zwei Großkräne (250- und 500-Tonner) kamen seinerzeit zum Einsatz.

Schlag auf Schlag

Danach ging es Schlag auf Schlag. An die wichtigsten Phasen erinnerte Fachbereichsleiterin Stephanie Merschel, niedersächsische Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr, Geschäftsbereich Lingen, am Freitag bei der kleinen Freigabe des neuen Bauwerks, Es ersetzt die alte aus dem Jahr 1953 stammende Überwegung. Für das sogenannte zweifeldrige zweistegige Plattenbalkenbauwerk mit einer Länge von 66 Metern und einer Breite von 17,75 Metern, das mit einem 3,5 Meter breiten Geh- und Radweg ausgestattet ist, wurden 1800 Kubikmeter Beton, 240 Tonnen Stahl und 33 Tonnen Spannstahl verbaut.

Nach der Fertigstellung der neuen Hasebrücke erfolgten seit April die Anschlussarbeiten der Fahrbahn der B 213 an das Bauwerk sowie der Umbau des Knotenpunktes Hasestraße/ B 213. Mit der Maßnahme, so Merschel, sollen die Sichtverhältnisse am Knotenpunkt für alle Verkehrsteilnehmer verbessert werden. Er wurde dazu aufgrund der geänderten Lage der B 213 nach Osten verschoben. Künftig gibt es einen Links- und Rechtsabbiegestreifen in der Hasestraße.

Fahrbahn saniert

Gleichzeitig wurde die Fahrbahn zwischen dem Knotenpunkt An der Scheperweide/B402/B213 und dem Knotenpunkt B213/ B402 vor Eltern saniert. Dazu wurden unter anderem 4000 Kubikmeter Frostschutzschicht und 6000 Kubikmeter Asphalt verbaut.

Die neue Hasebrücke in Haselünne im Zuge der Bundesstraße 213 wurde östlich des vorhandenen Bauwerkes errichtet. Sie kostet 2,4 Millionen Euro, die Straßenbauarbeiten bis Eltern einschließlich des Abbruchs der alten Hasebrücke erfordern etwa 3,6 Millionen Euro. Damit liegt die Gesamtinvestition des Bundes für den Bereich der B 213 bei sechs Millionen Euro.

Dank sagte Merschel allen Verkehrsteilnehmern für ihre Geduld sowie den vom Umleitungsverkehr betroffenen Anliegern für ihr Verständnis.

Lob für Planungen

Dem schloss sich Werner Schräer an. Vor allem die Bürger hätten viele Beeinträchtigungen hinnehmen müssen. Er lobte die Planungen der Straßenbaubehörde, die stets für Anregungen der Stadt ein offenes Ohr gehabt habe, und die zügigen Arbeiten der bauausführenden Firmen. „Sie sind nicht gegangen, Sie sind gelaufen“. Während der einhalbjährigen Bauzeit sei an historischer Stätte eine Brücke entstanden, die den Charme der Stadt betone. Den Bürgern sei vom Bund ein sehenswertes Bauwerk geschenkt worden. Den Bereich des alten Widerlagers werde die Stadt zeitnah ansprechend gestalten. Stellvertretend sprach der Verwaltungschef aus, was viele Bürger ab Montag empfinden dürften: „Endlich kann der Verkehr hier wieder rollen.“


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