Mit Geschicklichkeit und Wissen 14 Kinder bestehen Wacholderabitur in Haselünne

Von Martin Reinholz

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Im Wacholdergymnasium wurden die Kinder von Anne-Rose Lübken und Winfried Aubreville begrüßt. Foto: Martin ReinholzIm Wacholdergymnasium wurden die Kinder von Anne-Rose Lübken und Winfried Aubreville begrüßt. Foto: Martin Reinholz

Haselünne. 14 Kinder haben im Rahmen der Ferienpassaktion der Stadt Haselünne erfolgreich das Wacholderabitur abgelegt.

Anne-Rose Lübken und Winfried Aubreville erwarteten die angehenden „Abiturienten“ im Wacholdergymnasium am Haselünner See. Aubreville vermittelte den Kindern anhand des historischen Gebäudes und der alten Schulbänke einen Eindruck vom Schulleben in der Vergangenheit. „Damals“, so Winfried Aubreville, „wurden alle Kinder der Jahrgangsstufen eins bis acht in einem Klassenraum von einem Lehrer unterrichtet.“

Ausführlich erläuterte Aubreville den Kindern den Wacholder, aus dem neben Schnaps auch Tee und Brotaufstrich hergestellt werden kann. Der Wacholderbaum trägt im Gegensatz zu der landläufigen Meinung Blätter und keine Nadeln, erklärte der „Lehrer“ den Kindern. Mittlerweile wurde in Haselünne das Wacholderabitur von über 50.000 Absolventen abgelegt, sagte Winfried Aubreville am Rande der Ferienpassaktion. Es gehört somit zu den Dauerbrennern im Bereich der touristischen Angebote der Stadt Haselünne.

Nachdem jeder Schüler einen Laufzettel für das Notieren „seiner Leistungen“ erhielt, ging es los. Zunächst standen Geschicklichkeitsspiele auf dem Programm. So mussten die Kinder mit einer Magnetangel Fische angeln, mit kleinen Bällen Tore durchwerfen, um Punkte zu erzielen. Eine weitere Geschicklichkeitsübung bestand in dem Jonglieren einer Stange, auf deren Enden je ein „Holzei“ lag, das nicht abfallen durfte. Bei einem weiteren Wurfspiel konnten wieder Punkte gesammelt werden.

Bei den Wissensfragen mussten die Kinder anhand von Bildern gängige Vögel wie den Haussperling, Graureiher, Buntspecht, Kiebitz, Eichelhäher, Star, Bachstelze und Blaumeise zuordnen und die Stockente und das Blässhuhn erkennen. Eine weitere Aufgabe beschäftigte sich mit dem richtigen Erkennen von Holunder, Waldhimbeeren, Gänseblümchen, Schlehe, Kiefer, Hopfen, Eiche, Heckenrose, Löwenzahn, Birke, Eberesche, Efeu, Kamille, Heidekraut und natürlich den Wacholder.

Nach dem Ablegen aller Prüfungen ermittelte Anne-Rose Lübken die Einzelergebnisse und konnte zufrieden bekannt geben: „alle haben das Wacholderabitur bestanden.“ Jeder Teilnehmer erhielt als Erinnerung an das abgelegte Abitur ein Teilnahmezertifikat.


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