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29.06.2018, 13:30 Uhr KOMMENTAR

Professionelle Hilfe auch nach Therapie

Kommentar von Carola Alge

Aus der Ferne mit dem Arzt kommunizieren – das neue Projekt „Telemedizinische Psychiatrische Versorgung nach Entlassung – neue Therapieoptionen in der psychiatrischen Versorgung im Landkreis Emsland“ macht es möglich. Symbolfoto: Carola AlgeAus der Ferne mit dem Arzt kommunizieren – das neue Projekt „Telemedizinische Psychiatrische Versorgung nach Entlassung – neue Therapieoptionen in der psychiatrischen Versorgung im Landkreis Emsland“ macht es möglich. Symbolfoto: Carola Alge

Haselünne. Das Risiko, als Erwachsener irgendwann im Laufe des Lebens an einer Depression zu erkranken, liegt, so neuere Studien, für Frauen bei 21 bis 23, für Männer bei elf bis 13 Prozent. Forschung und klinische Praxis belegen, dass bei mehr als 70 Prozent der Betroffenen die Depression wiederkehrt. Das sind alarmierende Zahlen. Ein Kommentar.

Zahlen, die gern leichtfertig ignoriert und mit dem Hinweis vom Tisch gefegt werden, man selbst sei ja nicht depressiv und werde es auch nicht. Falsch. Depressionen gehören zu den häufigsten und am meisten unterschätzten Erkrankungen, die jeden von uns zu jeder Zeit ereilen können.

Professionelle Hilfe ist dann gefragt. Durch aktuelle Behandlung, oft aber auch danach. Vorbeugende Maßnahmen können das Risiko eines Rückfalls um 70 Prozent senken. Deshalb ist eine kontinuierliche Anschlussbehandlung und Begleitung des Patienten nach der Entlassung enorm wichtig.

Hier setzt das Projekt der Gesundheitsregion Emsland an. Sie hat es sich unter anderem zum Ziel gemacht, mehr über depressive Erkrankungen und Behandlungsmöglichkeiten zu informieren. Und sie bringt neue Versorgungskonzepte auf den Weg.

Im Landkreis Emsland gehört die Depression zu den häufigsten psychischen Erkrankungen. Das Projekt „Telemedizinische Psychiatrische Versorgung nach Entlassung – neue Therapieoptionen in der psychiatrischen Versorgung im Landkreis Emsland“ ist ein wichtiger Beitrag bei der Unterstützung Betroffener.


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