Störte Baulärm? Haselünner Jung-Uhus zum Krankenhaus umgezogen?

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Haselünne. Die Haselünner Jung-Uhus sind offensichtlich umgezogen. Sie halten sich aktuell oft im rückwärtigen Bereich des Haselünner St.-Vinzenz-Hospitals auf. Von der Dachrinne aus blicken sie oft neugierig in die Umgebung.

Vier Jungtiere erblickten ( wie berichtet) vermutlich um die Karwoche herum in einer Nische auf dem Dach der St.-Vincentius-Kirche das Licht der Welt. Sie sind Nachwuchs eines Uhu-Paares, das seit ein paar Jahren im Bereich des Gotteshauses heimisch ist und in den letzten Jahren bereits Nachwuchs hatte. Nachdem der 2015 geschlüpfte erste Haselünner Jung-Uhu vermutlich infolge der großen Hitze verdurstet war, gab es Ostern 2016 gleich zwei Nachkommen der weltweit größten Eulenart. Er schlüpfte in einer Brut-Nische in einem dort extra als Nässeschutz angebrachten Kasten auf dem Kirchendach.

Quasi in Haselünne heimisch

Seitdem sind die beiden erwachsenen Uhus in Haselünne quasi heimisch. Vor allem das Männchen wird immer wieder gesehen – meist im Bereich zwischen dem Altenheim St. Ursula bis zum See und von der Hase bis zum Berentzen-Gelände. Das aktuelle Nachwuchs-Quartett, das inzwischen fliegen kann, wurde von Passanten und Anwohnern regelmäßig im Bereich der Kirche und ihrer Umgebung beobachtet. Bis vor Kurzem.

Im Schatten der alten Kapelle

Mittlerweile halten sich die Jung-Uhus beim Krankenhaus auf. Oft sitzen sie, obwohl eigentlich eher nacht- bzw. dämmerungsaktive Vögel, auf der Dachrinne des rückwärtigen Teils des Haupttrakts und blicken von dort Richtung Hase und altem Baumbestand. Dort vermuten einige Passanten auch die Elterntiere. Ein Grund für den vermeintlichen Umzug der Uhu-Familie könnten Lärm und Aktivitäten einer Baumaßnahme an und in der Nähe der St.-Vincentius-Kirche sein.

Einen Hang zu Gotteshäusern scheint die Uhu-Familie zu haben: Ihr aktuell bevorzugter Standort befindet sich im Schatten der alten Kapelle des Krankenhauses.


Für viele Haselünner gehören die Uhus längst zum Stadtbild. Die Tiere scheinen in der Stadt heimisch geworden zu sein. Ihnen und ihrem Nachwuchs sollte man mit Ruhe begegnen. Die brauchen die Vögel gerade auch bei ihren Erkundungstouren. Sie dürfen nicht gescheucht oder gestört werden. cw

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