Geburtstag jährt sich zum 175. Mal Bödiker-Nachfahren besuchen Haselünne

Von Martin Reinholz

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Vor der Haselünner Bödiker Oberschule: Helmut Diers (von links), Hubert Schröder, Josef und Ulla Riedemann, Karl Georg Bödiker, Ingo Schmidt (Bödiker Oberschule), Tonio Bödiker und Ulrich Adolf. Foto: Martin ReinholzVor der Haselünner Bödiker Oberschule: Helmut Diers (von links), Hubert Schröder, Josef und Ulla Riedemann, Karl Georg Bödiker, Ingo Schmidt (Bödiker Oberschule), Tonio Bödiker und Ulrich Adolf. Foto: Martin Reinholz

Haselünne. Nachfahren der Familie Bödiker, Bödiker-Experten und Freunde aus dem Umfeld der Familie haben sich zu einem Gedankenaustausch in der Heimatstadt von Tonio Bödiker in Haselünne getroffen.

Der berühmte Sozialpolitiker wurde am 5. Juni 1843 in Meppen geboren und wuchs in der Hasestadt Haselünne auf. Sein Geburtstag jährte sich in diesem Jahr zum 175. Mal.

Tonio Bödiker wurde als Anton Wilhelm Laurenz Karl Maria Bödiker in Meppen geboren. Den Rufnamen verdankt er seiner Großmutter, da ihr diese Kurzform „herzlicher und als passender“ erschien, erläuterte der Bödiker-Experte Ulrich Adolf bei dem Treffen in Haselünne. Es war wohl eher Zufall, dass Bödiker in Meppen geboren wurde, da sich seine Mutter Maria gerade zu Besuch bei ihrem Vater, dem Herzoglich-Arenbergischen Regierungsrat Anton Heyl, in Meppen befand, als die Wehen einsetzten.

Aufgewachsen in Haselünne

Aufgewachsen ist Bödiker zusammen mit seinen sechs Schwestern in Haselünne. Das Stammhaus der Familie befand sich in der Steintorstraße 11 gegenüber der heutigen Bödiker-Buchhandlung.

Nach dem Studium der Rechts- und Staatswissenschaften an den Universitäten in Heidelberg, Berlin und Göttingen, Referandariatsstationen an unterschiedlichen Amtsgerichten legte Bödiker im Jahr 1869 das preußische Regierungsassessor-Examen in Berlin ab und wurde 1873 Landrat des Kreises Mönchengladbach.

Politischer Weg führt nach Berlin

Schließlich führte sein politischer Weg nach Berlin, wo er durch seinen Entwurf für das Unfallversicherungsgesetz, dem Herzstück der bismarckschen Sozialgesetzgebung, im Jahr 1884 bekannt wurde. Bismarck war zuvor mit zwei Gesetzesentwürfen am Reichstag gescheitert. Der gerade erst 41-jährige Bödiker wurde schließlich Präsident des neu geschaffenen Reichsversicherungsamtes.

Abitur in Meppen

Zu dem vom Haselünner Hubert Schröder organisierten Treffen kamen neben Ulrich Adolf die Bödiker Nachfahren Tonio Bödiker aus Köln und Karl Georg Bödiker aus Hamburg, Helmut Diers aus Sögel sowie Ulla und Josef Riedemann aus Haselünne. Helmut Diers legte wiet Tonio Bödiker das Abitur in Meppen ab. Ulla und Josef Riedemann sind Nachfahren des bekannten Meppener Kaufmanns Wilhelm Anton Riedemann, der mit Sophie Bödiker verheiratet war.

An den zwei Besuchstagen in Haselünne wurden ein Gottesdienst in der katholischen St. Vincentius-Pfarrkirche besucht, die Bauarbeiten in der Innenstadt, das Bödiker-Denkmal an der Bahnhofstraße und die Bödiker Oberschule besichtigt.


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