Höchste Auszeichnung für Ursula Kribber 50 Jahre Behindertensport in Haselünne

Von Gerd Mecklenborg

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Die Jubilare stellten sich gemeinsam mit den Laudatoren und Übungsleitern zum Erinnerungsfoto auf. Foto: Gerd MecklenborgDie Jubilare stellten sich gemeinsam mit den Laudatoren und Übungsleitern zum Erinnerungsfoto auf. Foto: Gerd Mecklenborg

Haselünne. Die Behindertensportgruppe (BSG) Haselünne hat im feierlichen Rahmen auf 50 Vereinsjahre zurückgeblickt. Zum Jubiläum gratulierten zahlreiche Ehrengäste im Kolpinghaus.

Die Reihe der Gratulanten war lang, und so verzögerte sich die Eröffnungsrede der BSG-Vorsitzenden Ursula Kribber ein wenig, nachdem die Festgesellschaft musikalisch vom Hohenloher Drehorgelorchester begrüßt worden war. Ihren besonderen Gruß richtete Kribber „an euch liebe Sportkameraden der BSG Haselünne“.

50 Jahre Sportgemeinschaft, „das bedeutet schon etwas“, sagte Kribber, und blickte auf die Geschichte der BSG zurück. Als eine Versehrten-Sport-Gemeinschaft 1968 gegründet, sei die BSG Haselünne aktuell „ein richtig moderner Sportverein, bei dem der Reha-Sport im Vordergrund steht“.

Start mit Gymnastik und Sitzball

Die Geschichte des Vereins begann am 27. Januar 1968 mit der Gründung der Versehrten-Sport-Gemeinschaft, die von Walter Schäfer, Anton Altmeppen, Bernhard Wilmes und Franz Gärke unter der Starthilfe von Heiner Rust vom Nachbarverein in Meppen gegründet wurde. Die Gründungsversammlung wählte Bernhard Wilker zum Vorsitzenden, und das Amt des Sportarztes übernahm Dr. Georg Schnellen.

Sportlich ging es mit Gymnastik und Sitzball in der kleinen St.-Ursula-Turnhalle los. Dazu kam bald der Schwimmsport, für den anfangs die Familie Holt ihr Schwimmbecken zur Verfügung stellte. Eine gravierende Veränderung wurde auf der Generalversammlung 1982 beschlossen. Aus der Versehrten-Sport-Gemeinschaft Haselünne wurde die Behinderten-Sport-Gemeinschaft Haselünne. Durch die Namensänderung sollte die schon lange vollzogene Öffnung für den allgemeinen Behindertensport deutlich werden.

„Mit Voll-Power“

Im Laufe der Jahre kamen viele sportliche Disziplinen dazu. „Drum haben wir schon 1987 Kontakt zur Landesarbeitsgemeinschaft aufgenommen und so konnte auch die Herzsportgruppe Haselünne gegründet werden“, blickte Kribber zurück. 1994 habe man eine Sportgruppe für Diabetiker in die Sportgemeinschaft aufgenommen, 1996 eine Osteoporose-Gruppe, „und 2006 haben wir unsere jüngste Abteilung, die Sportgruppe nach Schlaganfall, ins Leben gerufen“, erläuterte die Vorsitzende. „Wir sind stolz darauf, dass wir so ein prall gefülltes Sportprogramm anbieten können, aber nicht nur Sport, auch das persönliche Gespräch und die Geselligkeit haben bei uns einen hohen Stellenwert.“

Dem stimmten die Ehrengäste in ihren Grußworten unisono zu. Haselünnes Bürgermeister Werner Schräer hob den großen Stellenwert der BSG für die Stadt hervor, „und ihr wisst auch, wie ihr eure Ziele erreicht, da seid ihr fast wie ein Uli Hoeneß für seinen FC Bayern, mit Voll-Power für eure Anliegen unterwegs“. Für den Landkreis Emsland lobte Margret Berentzen „die beispielhafte Arbeit, die die BSG Haselünne leistet, weil sie den Fokus auf Menschen mit Behinderungen legt, sowohl darauf, was diese trotz Handicap zu leisten imstande sind, als auch darauf, dass noch viel zu tun ist, damit Inklusion in der gesamten Breite gelingen kann“.

Novum mit viel Weitblick

Herbert Michels, Vizepräsident des Behindertensportverbands Niedersachsen, lobte das ehrenamtliche Engagement aller Mitglieder und bezeichnete die Gründung der Gemeinschaft vor 50 Jahren „als ein Novum mit viel Weitblick“. Walter Teckert überbrachte die Grußworte des Kreissportbunds Emsland (KSB) und richtete sich an die BSG-Vorstandsmitglieder „mit unserem Dank, dass ihr euch alle mit so viel Engagement hinter die Gemeinschaft stellt“. Teckert überreichte dem Vorstand eine Jubiläumsplakette des KSB. Pastor Detlef Stumpe wünschte der Gemeinschaft „allzeit Gottes Segen“, und bezeichnete die BSG Haselünne „als ein Sinnbild für Nach-vorne-leben“.

Für zehnjährige BSG-Mitgliedschaft wurde Paul Brügging geehrt, die Silberne Ehrennadel erhielt Gerhard Rolfes, die Goldene Ehrennadel wurde an Walter Sontopski überreicht, und für seine 50-jährige Mitgliedschaft wurde Paul Kribber ausgezeichnet. Die höchste Auszeichnung des Verbands überreichte Herbert Michels in Form des Ehrenbriefs an die BSG-Vorsitzende Ursula Kribber.


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