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128.000 Bargeld erbeutet Zwei Haselünner nach Einbruchsserie hinter Gittern

Von Horst Troiza | 16.02.2017, 10:33 Uhr

Mit Haftstrafen von vier und fünf Jahren für die Angeklagten ist das Verfahren um eine Einbruchsserie im Emsland geendet. Zwei aus Haselünne stammenden Männern konnte eine Vielzahl von Einbrüchen nachgewiesen werden.

Das Gericht sah es als erwiesen an, dass die Männer an einer Vielzahl Einbrüche in Gewerbeobjekte und andere Gebäude begangen hätten. Dabei wurde Bargeld in Höhe von 128.000 Euro erbeutet, zudem entstand ein Sachschaden von etwa 50.000 Euro. Zu fünf Jahren Haft wurde ein 43-jähriger Angeklagter verurteilt. Er war zuvor schon mehrfach wegen gleichgearteter Fälle verurteilt worden und befand sich auch zum Zeitpunkt des Verfahrens in Strafhaft. Er ist als der Drahtzieher des Duos anzusehen, das im Zeitraum von Februar bis August 2016 eine Vielzahl von Einbrüchen im Emsland zwischen Dörpen und Vrees bis hinunter nach Lingen verübt hat.

Sein Komplize ist neun Jahre jünger als er. Gegen ihn wurden vier Jahre Haft verhängt. Er war von dem ihm flüchtig bekannten 43-Jährigen angesprochen worden, ob er Interesse habe, etwas Geld zu machen. Weil er sich damals „finanziell an die Wand gefahren“ hatte, war er auf das Angebot eingegangen. Bei einigen der anfänglich 42 vorgeworfenen Straftaten habe er „nur Schmiere gestanden“, in 26 Fällen war er aber mit seinem Kumpan in die Gebäude eingestiegen.

Bargeld im Fokus

Die Einbruchsserie hatte im vergangenen Jahr zu reichlich Unruhe bei Gewerbetreibenden im mittleren Emsland geführt. Bevorzugtes Ziel des Duos waren Handwerksbetriebe wie Tischlereien und Friseursalons, Gewerbebetriebe wie Sanitätshäuser und Blumengeschäfte, sowie Raiffeisenmärkte und andere Handeltreibende gewesen. Die Höhe der jeweiligen Beute, abgesehen hatten es die Einbrecher nahezu ausschließlich auf Bargeld, lag zwischen 50 Euro und 6000 Euro. Aber auch ein Sparschwein mit 20 Euro Inhalt verschmähten sie nicht. Den fettesten Coup landeten die zwei Ende Mai im Büro einer Reederei in Haren, wo sie 70000 Euro und 30000 US-Dollar erbeuteten.

Die Angeklagten hatten im Verfahren ihre Beteiligung an den Taten gestanden. Von den zuerst 43 Tatvorwürfen konnten dem Älteren 28, dem anderen 26 nachgewiesen werden. In 18 bzw. 16 der Einbrüche war es beim Versuch geblieben. Der 43-Jährige wird vor Haftantritt in eine Entziehungsklinik gehen müssen. Das ordneten die Richter der 15. Großen Strafkammer am Landgericht Osnabrück zusätzlich an, weil zugegeben hatte, die Straftaten unter anderem zur Finanzierung seiner Arzneimittelsucht verübt zu haben.