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Unternehmerin gibt in Haselünne Tipps zur Bewerbung Jugendliche sollen mit Fragen Interesse beweisen

Unternehmerin Heike Kestel (hintere Reihe rechts) gab den Schüler der Don-Bosco-Schule Tipps und verriet Tricks bei der Bewerbung. Foto: Holger KeuperUnternehmerin Heike Kestel (hintere Reihe rechts) gab den Schüler der Don-Bosco-Schule Tipps und verriet Tricks bei der Bewerbung. Foto: Holger Keuper

Haselünne. „Geht ruhig selbstbewusst in Bewerbungsgespräche und achtet auf eure Körperhaltung“: Diesen Rat und mehrere Tipps und Tricks hat Unternehmerin Heike Kestel den Schülern der Abschlussklasse der Don-Bosco-Schule in Haselünne mit auf den Weg gegeben. Denn Motivation, Charakter und Eigeninitiative stünden bei den Unternehmern oft höher im Kurs als der Notendurchschnitt.

Im Rahmen der Lernpartnerschaften, initiiert vom Arbeitskreis Bildung des Wirtschaftsverbandes Emsland, in denen eine engere Kooperation zwischen Schulen und Wirtschaft angestrebt werden soll, besuchte Kestel, Geschäftsführerin des Unternehmens DUHA, nun die Haselünner Schule. Anhand von Stellenanzeigen der Tagespost ging die Unternehmerin gemeinsam mit den Schülern Anforderungsprofile durch.

„Wichtig ist, dass der Ausbildungsplatz mit den Interessen des Bewerbers übereinstimmt“, sagt Kestel. So sollten die Schüler erst einmal in Erfahrung bringen, ob sie „Spaß“ an dem Beruf haben könnten. Daher empfiehlt die Unternehmerin, Praktika zu machen und diese auch ernst zu nehmen. „Stellt Fragen über Fragen. So zeigt ihr Interesse und erhaltet sofort ein Feedback“, ist Heike Kestel überzeugt.

Selbstwertgefühl nötig

Schulleiter Hans-Hellmuth Merg ist dankbar für den Besuch der Unternehmerin. „Es ist gut, dass die Schülerinnen und Schüler Unternehmenschefs kennenlernen und so Berührungsängste verlieren“, so Merg. Bei vielen seiner Schüler müsse zunächst ein Selbstwertgefühl aufgebaut werden, bevor sie eine Bewerbungsgesprächssituation meistern könnten. Oft würden die Kinder nicht in ihrem Elternhaus dementsprechend gefördert. „Unternehmer sind Menschen wie du und ich“ – diese Botschaft sollte laut Merg den jungen Schülern vermittelt werden, damit sie selbstbewusst in ein Gespräch gehen können.

„Dieser Austausch zwischen Schulen und Unternehmen ist enorm wichtig“, ist auch Aloys Mersmann vom Wirtschaftsverband Emsland überzeugt. Im Projekt Lernpartnerschaften des Wirtschaftsverbandes Emsland sollen bereits Schüler und Unternehmen frühzeitig zusammengebracht werden. „Diese Aktionen sind gerade in Bezug auf den Fachkräftemangel eine Win-win-Situation für Unternehmen, Schulen und Schüler“, so Mersmann weiter. Daher wünscht er sich noch viele Nachahmer seitens der Unternehmen und Schulen.


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