Zweite Infoveranstaltung am Kreisgymnasium Haselünner Initiative fordert: „Altbau muss erhalten bleiben“

Von Gerd Mecklenborg


Haselünne. Zu ihrer zweiten Veranstaltung hatte das Aktivgremium der Initiative zum Erhalt des Altbaus am Kreisgymnasium St. Ursula Haselünne den Ersten Kreisrat Martin Gerenkamp und Schulleiter Norbert Schlee-Schüler ins Kolpinghaus eingeladen. Unter dem Motto „Der Altbau muss erhalten bleiben“ berichteten die Gremiumsmitglieder über die bisherigen Aktivitäten und Fortschritte.

Rolf Hopster, Sprecher der Gruppe, erklärte eingangs: „Es ist uns wichtig, auch die Öffentlichkeit über die Geschichte des Altbaus und seine Bedeutung für Haselünne zu informieren.“ Er blickte kurz auf die letzten Treffen der Initiative und auf die bisherigen Gespräche mit der Stadt Haselünne und dem Landkreis Emsland zurück. Die Sanierung der Gebäude des Gymnasiums werde voraussichtlich Ende 2021 beendet sein. Doch bleibe weiterhin die Frage, „was aus dem Altbau des Gymnasiums werden soll“. Der Landkreis habe sich eher für einen Abriss ausgesprochen, da die geschätzten Sanierungskosten mit fast vier Millionen Euro zu hoch seien. Auch die Stadt habe keinen Nutzungsvorschlag unterbreitet, sagte der Sprecher.

Den Befürwortern eines Erhalts geht es um „den kulturhistorischen Aspekt, die historische Bedeutsamkeit, aber auch um die städtebauliche und schulische Sicht“. Der Erhalt historischer Gebäude auf historischem Gelände sei für die Stadt und für das gesamte Emsland von großer Bedeutung, so das Statement der Bürgerinitiative.

Grundsatz der Gleichbehandlung

Angestrebt werde „im Idealfall“ eine schulische Nutzung, hieß es von beiden Seiten. Auch der Landkreis setze sich prinzipiell für den Erhalt historischer Gebäude ein, sagte Gerenkamp. „Aber hier gilt der Grundsatz der Gleichbehandlung. Warum sollen wir mit erheblichen Mitteln als Eigentümer ein Gebäude erhalten, dass aus unserer Sicht keine zusätzliche schulische Bedeutung hat“, begründete der Kreisrat die Tendenz zum Abriss.

Nach intensiven Diskussionen im Anschluss an die Vorträge der beiden Parteien verblieben die Sprecher der Initiative mit dem Wunsch an Gerenkamp, „er möge doch im Landkreis immer einen Spalt breit die Tür für unser Anliegen offen halten“.