So sah die Stadt um 1930 aus Bronze-Relief neuer Hingucker auf Markt in Haselünne

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Haselünne. Der inzwischen wieder befahrbare Markt in Haselünne ist um einen Hingucker reicher: Ihn ziert jetzt ein großes Bronze-Relief. Es stellt den Passanten dar, wie das Leben vor knapp 90 Jahren in der Hasestadt aussah.

Das Kunstwerk stammt aus der Werkstatt der Burgsteinfurter Künstler Renate und Leo Janischowsky. Sie gestalteten bereits den Ziegenbrunnen am Markt und den Schmied am Krummen Dreh. Der Handwerker ist mit seinen 1,80 Meter Höhe Hauptfigur der Skulpturen-Gruppe, die 2009 aufgestellt wurde.

90 mal 90 Zentimeter groß

Das Bronze-Relief für den neu gestalteten Markt in Haselünne ist 90 mal 90 Zentimeter groß. Ein alter Stadtplan aus dem Jahr 1930 dient als Grundlage für eine maßstabsgerechte Darstellung der Straßenzüge und Gassen und ihrer Häuser. Die Gebäude wurden in Wachs modelliert, besondere Bauten wie die St.-Vincentius-Kirche, Klosterkirche, Burgmannshof, altes Rathaus und evangelische Kirche realistisch mit Details versehen.

Haselünnes Erster Stadtrat Reiner Strotmann bezeichnete das Kunstwerk als „Bereicherung für den Markt“. Es passe hervorragend zu der restlichen Kunst in der Innenstadt und werde als Anlaufpunkt in die Stadtführungen einbezogen.

Denkanstöße geben

Nicht nur in Haselünne sind die Werke Janischowskys bekannt. Er hat zum Beispiel für die Anne-Frank-Schule eine Darstellung des jüdischen Mädchens geschaffen. Die Themen, die das Künstlerpaar umsetzt, sind vielfältig, die Intention ist stets gleich. „Ich möchte Denkanstöße geben – und im besten Fall Hoffnung vermitteln“, sagt Leo Janischowsky, der Meisterschüler des Dadaisten Karl Buchheister und bei Ruth Margraf in Hannover und Luzern war.


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