Platz zum Toben und für die Begegnung Neuer Spielplatz am Familienzentrum St. Vincentius Haselünne

Von Carola Alge


Haselünne. Er ist ein kleines Abenteuerparadies. Der rundherum erneute Spielgarten des Familienzentrums St. Vincentius in Haselünne bietet den hier betreuten 138 Kindern weitläufig Platz zum Toben und für die Begegnung.

Nicht nur der Spielplatz, sondern auch seine Geräte waren reichlich in die Jahre gekommen. Sie waren zum Teil noch Stand von vor 60 Jahren, als die Kita am Holzbaumweg entstand. Durch eine Verlagerung der Gesamtfläche wurde der mit neuer Pflasterung eingefasste Spielbereich erheblich vergrößert. 130000 Euro investierten Bistum Osnabrück und Stadt Haselünne in die im Herbst 2017 begonnene Neugestaltung. Auch Eltern spendeten über verschiedene Aktivitäten. Sie trugen annähernd 6000 Euro zusammen, die unter anderem in eine Wippe, Turnstange und Nestschaukel investiert wurden.

Keine künstlichen Abtrennungen

Beim ersten Blick in den Garten des Familienzentrums fällt auf: Es gibt keine künstlichen Abtrennungen der einzelnen Spielbereiche. Zäune inmitten des Areals sucht man vergeblich. „Das ist bewusst so angelegt. Groß und Klein sollen sich hier begegnen, gegenseitig helfen, miteinander spielen“, verweist Leiterin Anja Mimjähner auf den Inklusions-Aspekt. Die offene Gestaltung komme nicht nur bei den Jungen und Mädchen gut an, sondern auch in der Bevölkerung. „Wir werden oft darauf angesprochen, wie schön offen alles ist und dass man als Passant jetzt viel mehr vom Leben im Familienzentrum mitbekommt.“ Eine Abtrennung von Krippe und Kindergarten gibt es nicht mehr.

Offen, großzügig und entzerrt

Die Spielfläche ist offen, großzügig und entzerrt angelegt, bietet aber auch versteckte Spielecken. Ein Highlight ist der hölzerne Spielturm, der als Piratenschiff gestaltet wurde. Einmal Kapitän zu sein, diesen Traum können die Kinder hier wahr werden lassen. Ein knallblaues Steuerrad signalisiert bereits von Weitem, wo es zur Brücke geht. Kleine Schrägen und eine Treppe führen dort hinauf. Das rote Segeltuch gibt dem „Schiff“ nicht nur entsprechende Gestalt, sondern sorgt auch für Schatten.

Rallye-Strecke

Einen Steinwurf davon entfernt können die ein- bis sechsjährigen Jungen und Mädchen der sieben Gruppen der Einrichtung auf einer Nestschaukel toben oder sich auf der Vierer-Wippe auslassen. Wer es ganz sportlich mag, pest mit Bobbycar oder Laufrad über die Rallye-Strecke. Klettermaxen sind in der Spielanlage mit Baumhaus richtig.

Eine Art grünes „Klassenzimmer“ gibt es ebenfalls. Es bietet bei entsprechendem Wetter Platz für vielfältige Aktivitäten. Die Kinder können dort zum Beispiel zusammen frühstücken,oder sie lauschen Geschichten, die ihnen aus Büchern vorgelesen werden.