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13.05.2018, 09:05 Uhr KOMMENTAR

Befristete Marktsperrung Haselünne einen Versuch wert

Kommentar von Carola Alge

Der Markt in Haselünne ist zur Hälfte wieder passierbar. Der Abschluss der Sanierung steht bevor. Sollte er probeweise gesperrt werden? Foto: Carola AlgeDer Markt in Haselünne ist zur Hälfte wieder passierbar. Der Abschluss der Sanierung steht bevor. Sollte er probeweise gesperrt werden? Foto: Carola Alge

Haselünne. Die Diskussion um die von der SPD geforderten dreimonatigen Sperrung des Markts in Haselünne geht weiter. Einen von einer Frequenzählung begleiteten probeweisen Versuch wäre es wert, findet unsere Kommentatorin.

Werner Heckmann hat recht. Es wäre fatal, Haselünne mit Städten wie Meppen oder Lingen vergleichen zu wollen. Mit Haren darf man es jedoch getrost. Dort wird die Fußgängerzone in den Sommermonaten für den motorisierten Verkehr gesperrt.

Was also spricht dagegen, dies in Haselünne ebenfalls zu tun? Da ist, nicht zuletzt auch vor dem Hintergrund der starken Internet-Konkurrenz, die sicherlich berechtigte Angst vor allem der Einzelhändler davor, Kunden könnten abspringen, wenn sie nicht mehr mit dem Auto bis vor den Laden oder sehr nah an ihn heranfahren können. Andererseits bietet gerade Haselünne zahlreiche gebührenfreie Parkplätze in der Innenstadt, von denen aus man zu Fuß in wenigen Minuten die Geschäfte erreicht.

Schließung ja oder nein – die Diskussion war und ist eine sehr emotionale. Fakten könnten hier helfen. Deshalb sollte man, wenn alle Straßenarbeiten in der City abgeschlossen sind und der Verkehr wieder problemlos rollen kann, den – zeitlich begrenzten – Versuch einer Markt-Sperrung starten und ihn durch eine Frequenzzählung begleiten. Ob, wie von einigen Politikern vorgeschlagen, ein oder mehrere Wochenenden reichen, ein repräsentatives Ergebnis zu bekommen, gilt es, in den Gremien intensiv zu erörtern.


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