Eintrag in Goldenes Buch Große Ehre für Alltagshelden „Best Bio Team“ in Haselünne

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Haselünne. Große Ehre für (noch) kleine Leute: Das „Best Bio Team“ aus Haselünne durfte sich am Donnerstag in das Goldene Buch der Stadt Haselünne eintragen. Die acht jungen Hobby-Gemüsebauern sind Sieger des Wettbewerbs „Kleine Alltagshelden 2017“ und wurden deshalb von der Stadt empfangen.

Mit dem Anbau und Verkauf von Bohnen bis Radieschen hatten die Jungen und Mädchen mehr als 500 Euro eingenommen, die sie für gute Zwecke spendeten. Das honorierte die Alltagshelden-Jury mit Platz eins. Bei der Preisverleihung Ende Februar hatte Haselünnes Erster Stadtrat Reiner Strotmann das Engagement der Gruppe gewürdigt: „Es ist großartig, was Kinder zustande bringen können. Das sollte uns Erwachsenen zeigen, was möglich ist.“

Produkte verkauft

Die Lust an der Arbeit im eigenen Gemüsegarten und der Wille, damit etwas Gutes zu bewirken, schweißten vor zwei Jahren einige Kinder in den Haselünner Ortschaften Lehrte, Bückelte und Klosterholte zusammen. Die Ernte war bereits im ersten Jahr so gut, dass die Kinder überlegten, die Produkte zu verkaufen. 450 Euro kamen damals zusammen. Davon gönnten sich die Jungen und Mädchen lediglich eine Pizza. Den Rest spendeten sie dem Verein

Hilfe zur Selbsthilfe

Aqua Creactive, der Hilfe zur Selbsthilfe in der Demokratischen Republik Kongo leistet.

Der Erfolg beflügelte. Die Gruppe um Henrik Suer wiederholte die Aktion. Jetzt mit breiterem Angebot. Gemüse aller Art, leckere Marmeladen, Strickwaren aus eigener Handarbeit gehörten dazu und wurden beim Hofverkauf angeboten. Eine Versteigerung organisierte das „Best Bio Team“ ebenfalls. Das Ergebnis konnte sich sehen lassen. Mehr als 500 Euro nahmen die Hobby-Gemüsebauern ein, die sie der Elterninitiative Kinderkrebs spendeten.

Auf Lorbeeren nicht ausruhen

Auf ihren Lorbeeren ausruhen wollen sich die acht jungen Haselünner nicht. Auch in diesem Jahr planen sie eine ähnliche Aktion. „Mit noch mehr Produkten“, wie sie beim Empfang im Rathaus versprachen.

Bürgermeister Werner Schräer dankte den Kindern für „eine tolle Idee und deren großartige Umsetzung“. Sie seien auf „sehr natürliche Weise sehr vorbildlich“ gewesen. Die Aktion bezeichnete der Verwaltungschef als Beispiel dafür, dass es sich lohne, sich für andere Menschen einzusetzen und dass man gemeinsam etwas bewirken könne.

Anderen Freude gemacht

Das Team habe anderen eine Freude gemacht und einen Preis gewonnen, „der auch für Haselünne ein Renommee ist“. Das sei Grund, „dass wir euch jetzt eine kleine Freude machen“. Zum Dank bekamen die Jungen und Mädchen, die in Begleitung ihrer Eltern gekommen waren, einen Zehner-Gutschein für das Freibad. Und es gab „nicht ganz so gesunde Produkte, wie eure es sind“: Butterkuchen, Fanta und Cola.


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