Sich musikalisch austoben Hase-Gospel-Singers in Haselünne proben Neues

Von Daniel Lösker

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Bei der Probenarbeit in der evangelischen Kirche zu Haselünne. Foto: Daniel LöskerBei der Probenarbeit in der evangelischen Kirche zu Haselünne. Foto: Daniel Lösker

dloe Haselünne. Die Hase-Gospel-Singers vergrößern seit 2014 die Chorlandschaft der Stadt Haselünne.

„Wir sind auf einem richtig guten Weg!“, sagt die musikalische Leiterin Angelika Aulenbach, und ergänzt: „Am Anfang waren wir etwa 20 Sängerinnen und Sänger mit mehrheitlich wenig bis gar keiner Erfahrung im Chorbereich. Nun sind wir 43 und kommen unseren musikalischen Vorstellungen immer näher.“

Angefangen hat alles mit einer Bemerkung des evangelischen Pastors Detlef Stumpe, der im August 2011 in Haselünne sein Amt antrat. Er wunderte sich darüber, dass es bei der vorhandenen musikalischen Vielfalt im Ort kein Ensemble gebe, welches sich mit der christlichen Musik der ehemaligen Sklaven in den USA beschäftigte. Er sprach Angelika Aulenbach an, ob sie denn nicht so etwas auf die Beine stellen könne. Nach kurzer Überlegung nahm sie dann die Arbeit auf.

Neben den Haselünner Bürgern sollte den vielen Zugezogenen eine Plattform gegeben werden, auf der sie sich musikalisch „austoben“ konnten, berichtet Notburga Felschen, die im noch nicht eingetragenen Verein das Amt einer Schriftführerin innehat. Das mit dem Offiziellen, sprich das Ensemble dem Vereinsrecht anzupassen, habe noch etwas Zeit, sagt Astrid Stumpe, stellvertretende Vorsitzende und fügt hinzu: „Es ist aber durchaus ein Weg, den wir bereit sind zu gehen.“ Wichtiger sei aber nun erst einmal die musikalische Weiterentwicklung.

Knapp 30 überwiegend englischsprachige Songs sind in den vier Jahren bereits einstudiert worden. Darunter Klassiker, wie „O happy day“ oder „Kum ba ya, my Lord“, aber auch ein paar unbekanntere Perlen des Genres. Aulenbach ist es, die alle Lieder für die Ansprüche des Chores arrangiert. Unterstützt wird sie dabei von Reinhild Wilmes.

Geprobt wird aller 14 Tage dienstags von 18 bis 19.30 Uhr in der evangelischen Kirche Haselünne. Den Verantwortlichen ist wichtig, dass der Chor nicht konfessionsgebunden agiert, sondern offen ist für alle Interessierten.

Notburga Felschen ist, wie viele Mitglieder, ursprünglich keine Haselünnerin. Aus dem Rheinland, ganz Niedersachsen und aus den Niederlanden kommen die Sängerinnen und Sänger, welche bei der Probe sichtlich Freude am Einstudieren haben. Dabei sind die unterschiedlichen Voraussetzungen, die jeder mitbringt, eher ein Ansporn als eine Last. Am 16. Juni werden die Chormitglieder an einem Workshop in Stapelfeld teilnehmen, bei dem Stimmbildung und musikalische Ausdrucksformen im Mittelpunkt stehen.

Am 15. Mai singen die Hase-Gospel-Singers beim ökumenischen Gottesdienst in der katholischen Pfarrkirche St. Vincentius. Neben kleineren Auftritten bei der katholischen Frauengemeinschaft Deutschlands (kfd), in den örtlichen Altenheimen, bei Hochzeiten und Geburtstagen zählen die regelmäßigen geselligen Abende, wie das jährliche Grillfest und die Weihnachtsfeier, zum Chorleben dazu.

Freuen würden sich Aulenbach und die anderen über noch mehr Männerstimmen. „Auch wenn sich da in letzter Zeit schon einiges getan hat, ist da noch Nachholbedarf.“, weiß die Chorleiterin. Stumpe bestätigt dies und weißt darauf hin, dass die Vorsitzende des Vereins, Lucia Abeln, die zentrale Anlaufstelle für Interessierte ist. Die Kontaktdaten sind auf der Website des Chores einzusehen. Und damit keiner zu viel Respekt hat und meint, er wäre nicht gut genug für so ein Ensemble, unterstreicht Felschen das Ansinnen mit den Worten: „Neue Mitglieder sind immer herzlich willkommen.“


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