Umfrage zu Haselünner Baustellen Irgendwo fährt immer ein Bagger

Von David Hartmann


Haselünne. Für Ortsfremde aber auch Anwohner bringen die vielen Baustellen in und rund um Haselünne Probleme mit sich. Das zeigt eine Umfrage unter Passanten.

So sind laut Robert Tepper die Baustellen zu geballt. „Dürfte ich es mir aussuchen, hätte ich die Baustellen aufgeteilt. Natürlich sind die Baustellen in der Innenstadt nötig, aber gleichzeitig die Zuwegungen zu sperren, das ist schwierig“, sagt der Haselünner. Direkte Einschränkungen, etwa auf dem Weg zur Arbeit, gebe es für ihn nicht. „Ich bin sehr flexibel“, sagt Tepper.

Ähnlicher Meinung ist die Haselünnerin Monika Duda. Zum einen seien die Baustellen und Umleitungen sehr schlecht beschildert, zum anderen sei eine Fahrt nach Lingen kaum machbar. „Ich finde es unmöglich, dass hier zurzeit alles gleichzeitig umgebaut oder saniert wird. Dafür hab ich kein Verständnis. Letztens haben mich Bekannte besucht, die sich sehr wohl auskennen, aber durch die Baustellen und fehlenden Schilder war es ihnen nicht möglich, einen Weg zu finden. Da musste ich losfahren und sie abholen“, berichtet die Haselünnerin.

„Nicht optimal“

Etwas anderer Meinung hingegen ist Michael von Weschpfennig. „Natürlich ist die aktuelle Situation nicht optimal, aber die Baumaßnahmen sind sinnvoll. Ich persönlich bin dadurch nicht eingeschränkt, aber bei anderen kann ich es mir schon vorstellen“, sagt der Haselünner. Allerdings seien die Baustellen auch sinnvoll. „Die aktuelle Lage ist doch ein Beweis dafür, dass sich eine reine Fußgängerzone auch in Haselünne lohnt. Entgegen der Befürchtungen Vieler, wird doch gezeigt, dass es auch so funktionieren kann.“

So denkt auch das Ehepaar Siegfried und Ortrud Handke. Sie seien zwar keine Haselünner, wurden aber bei der Anreise so gut wie nicht eingeschränkt. „Wir kommen aus Löningen, aber sind häufiger hier in Haselünne unterwegs. Wir mussten heute zwar einen Umweg fahren, aber das hat uns nicht gestört. Es muss ja gemacht werden“, berichtet Ortrud Handke. Allerdings störe sie der Lärm in der Innenstadt. „Natürlich sind die Geräusche von den ganzen Gerätschaften nervig, aber das gehört zu einer Baustelle dazu. Trotzdem wäre es eine Überlegung wert gewesen, die Baustellen nicht zur gleichen Zeit in Betrieb zu nehmen. Aber die Dringlichkeit scheint ja zu bestehen“, sagt Siegfried Handke.

„Keine Probleme“

Ebenfalls keine Probleme bei den Baustellen sieht das Ehepaar Ulrich und Diana Kurpierz. „Wir sind nur für einen Tag hier und besuchen unseren Sohn“, sagt Ulrich Kurpierz. Bei der Anreise habe es aber keinerlei Schwierigkeiten gegeben. „Ich glaube, wir mussten einmal der Umleitung folgen, das war es schon. Die Baustellen in der Innenstadt stören uns auch nicht. Es muss ja wohl gemacht werden und es allen Recht zu machen, ist eigentlich nie möglich“, ist sich das Ehepaar aus Lüneburg sicher.

Ganz anderer Meinung hingegen ist Alexandra Pleus. „Ich weiß von ein paar Freunden, dass es ziemliche Probleme bei den Geschäften gibt. Die sind dadurch anscheinend sehr eingeschränkt“. Auch ist für die Haselünnerin unverständlich, mehrere Baustellen zur gleichen Zeit zu betreiben. „Natürlich muss an bestimmten Stellen etwas gemacht werden, aber alles mit der Zeit. Ob jetzt eine Straße direkt saniert wird oder erst in drei Monaten, ist doch völlig egal. Mich stört es.“ Am problematischsten, meint Pleus, sei der Lärm. „Nicht mal in Ruhe Kaffeetrinken kann man hier. Entweder werden gerade Steine zu geschnitten oder irgendein Bagger fährt durch die Innenstadt. Ich wäre froh, wenn es bald ein Ende hat.“