Kritik von Anwohner Zwei neue Wohngebiete für Haselünne

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Zwei neue Wohngebiete werden in Haselünne auf den Weg gebracht. Symbolfoto: Carola AlgeZwei neue Wohngebiete werden in Haselünne auf den Weg gebracht. Symbolfoto: Carola Alge

Haselünne. Mit der Änderung zweier Flächennutzungspläne hat der Ausschuss für Bauwesen und Umwelt der Stadt Haselünne den Weg für zwei neue Wohngebiete freigemacht.

Einstimmig hat der Bauausschuss der Stadt Haselünne die Änderung des Flächennutzungsplans für eine Fläche nördlich des Baugebietes Beesgraben zwischen Bödikerstraße und Hülsener Weg beschlossen. Damit ist der Weg frei für ein Baugebiet mit 73 Baugrundstücken. Den Bebauungsplan für das Gebiet beschloss der Ausschuss ebenfalls. Darin ist die maximale Gebäudehöhe bei einer zweigeschossigen Bauweise auf 10,50 Meter festgesetzt. Je Einzelhaus sind höchstens zwei Wohnungen zulässig, pro Doppelhaushälfte höchstens eine. Die übrigen Bestimmungen gleichen denen des benachbarten Baugebiets Beesgraben.

Dorfladen in Andrup

Auch in Andrup können bald die Bagger anrollen. Der Ausschuss beschloss die Auslegung des geänderten Flächennutzungsplans für die Fläche des ehemaligen Hofes Stolte. Wie zuvor, behandelte der Ausschuss auch hier direkt im Anschluss den Bebauungsplan. Das Unternehmen Hus plant hier den Neubau von acht Wohngebäuden mit je drei Wohnungen sowie einen Dorfladen. Weil das Plangebiet teilweise in das von Hochwasser bedrohte Gebiet hineinreicht, bleibt in diesem Bereich eine Bebauung verboten. Dort soll eine Parkanlage mit Teich entstehen. Die alten Eichen sollen erhalten werden. Erschlossen werden soll das Gebiet über eine Ringstraße ab der K 208 (Alte Dorfstraße).

Anwohner zweifelt an Rechtmäßigkeit

Um den Neubau eines Bungalows an der Straße Westeresch zu ermöglichen, hat der Ausschuss nun die Änderung des Bebauungsplans beschlossen. Das Gebiet ist nun als allgemeines Wohngebiet festgesetzt. Zuvor war es ein Mischgebiet gewesen. Großer Gesprächsbedarf bestand beim Bebauungsplan an der Vinzenzstraße seitens eines Anwohners. Zuvor hatte der Ausschuss den entsprechenden Bebauungsplan für ein bislang unbebautes Grundstück an der Vinzenzstraße gefasst. Dort sollen zwei zweigeschossige Mehrfamilienhäuser plus Staffelgeschoss mit je sechs Wohnungen gebaut werden. Die maximale Firsthöhe beträgt zwölf Meter. Der Anwohner beklagte sich darüber, dass die Belange der Nachbarn nicht in der Planung berücksichtigt worden seien. Die Mehrfamilienhäuser minderten den Wert der benachbarten Häuser. Zudem habe vor der Aufstellung des Bebauungsplans keine Umweltprüfung stattgefunden. Im Boden befänden sich aber noch Schadstoffe („Schlacke eines ehemaligen Tennisplatzes“). Auch die Entwässerung sei wegen des Grads der Bebauung nicht hinreichend gewährleistet. Bürgermeister Werner Schräer bekundete eine ordnungsgemäße Prüfung des Bebauungsplanes. Dieser sei somit rechtens.

Weitere Wohnbebauung ermöglichte der Bauausschuss für eingeschossige Wohnungen im Erholungsgebiet (Sudetenring und Pommernweg). Auch für ein Grundstück nördlich der Andruper Straße fasste der Ausschuss den Bebauungsplan. Um der Firma Vehmeyer den Bau einer größeren sowie einer weiteren Lagerhalle zu ermöglichen, beschloss der Ausschuss die Änderung des entsprechenden Bebauungsplans.


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