Breitbandausbau Stadt Haselünne verspricht schnelles Internet für alle

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Beim Breitbandausbau in Haselünne bleiben zwei Prozent der Grundstücke außen vor. Die Stadt will aber auch den Anschluss für diese Grundstücke ermöglichen. Symbolfoto: Carsten Rehder/dpaBeim Breitbandausbau in Haselünne bleiben zwei Prozent der Grundstücke außen vor. Die Stadt will aber auch den Anschluss für diese Grundstücke ermöglichen. Symbolfoto: Carsten Rehder/dpa

Haselünne. 98 Prozent der Grundstücke in Haselünne werden mit einer Internetverbindung von mehr als 30 MBit/s versorgt. Die Stadt Haselünne hat nun angekündigt, dass auch die restlichen Haushalte mit einer schnellen Internetverbindung versorgt werden sollen.

Bis Ende 2018 soll im Landkreis Emsland der flächendeckende Breitbandausbau abgeschlossen sein. Gefördert wird das Projekt vom Landkreis Emsland unter Beteiligung der Städte und Gemeinden. Die Stadt Haselünne beteiligt sich mit knapp 580000 Euro. Zunächst wird die Ortschaft Westerloh versorgt. Die Reihenfolge des weiteren Ausbaus steht noch nicht fest. Etwa 90 Grundstücke in Haselünne müssen jedoch auch weiterhin mit einer Verbindung von unter 30 Mbit/s auskommen. „98 Prozent sind aber sehr erfreulich. So viel hatten wir uns vorher nicht ausgemalt“, freute sich Stadtbaurat Martin Pohlmann.

Angebot von innogy wird erwartet

Trotzdem kündigte der Baurat in der Sitzung des Ausschusses für Bauwesen und Umwelt an, mit der für den Ausbau in Haselüne zuständigen Firma Innogy in Nachverhandlung zu treten. So sollen im Anschluss auch die restlichen zwei Prozent mit einer Glasfaserverbindung ausgestattet werden. Erste Gespräche seien laut Pohlmann bereits gelaufen. Die Verwaltung erwartet nun ein Angebot für die verbleibenden Anschlüsse und wird danach über einen Baukostenzuschuss entscheiden. Die Grundstückseigentümer müssten dann entscheiden, ob sie unter Eigenbeteiligung einen Glasfaseranschluss für ihr Grundstück beauftragen wollen.

Bitte melden

Ein betroffener Einwohner erkundigte sich nach dem weiteren Vorgehen. Dazu erläuterte Bürgermeister Werner Schräer, die Stadt kenne nicht immer im Detail alle unterversorgten Haushalte. Daher bat er die Betroffenen darum, sich zu melden. Die Stadt werde dann über die Ergebnisse der Verhandlungen mit Innogy informieren. Auch Einwohner, die bislang keine Benachrichtigung vom Netzbetreiber über den Ausbau bekommen haben, können sich bei der Stadt melden, sofern sie innerhalb der kommenden 14 Tage nichts hören. „Schnelles Internet muss, wie damals die Telefonverbindung, Anspruch für jeden Haushalt sein“, sagte Schräer. Er kündigte außerdem an, zusätzliches Geld für die Internetverbindung der Schulen in die Hand zu nehmen.

Neubaugebiete nicht gefördert

Ein anderer Einwohner fragte, ob auch die Neubaugebiete mit dem Förderprogramm abgedeckt seien und zukünftig mit einem kostenlosen Glasfaseranschluss bis ins Haus versehen werden. „Ich kann nicht ausschließen, dass die Telekom eine bestehende Kupferleitung weiterführen wird, aber dann wird zumindest eine Verbindung mit 30 Mbit/s möglich sein“, informierte Schräer. Wenn jedoch in dem Gebiet eine Glasfaserverbindung in der Nähe bestehe, könne man davon ausgehen, dass die Verbindung auch ins Neubaugebiet weitergeführt wird. „Schließlich will der Versorger keine Kunden verlieren“, meinte der Bürgermeister. Die Finanzierung der Verbindung in den Neubaugebieten werde aber nicht über die Förderung abgedeckt und müsse von den Grundstückseigentümern selbst übernommen werden.


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