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27.02.2018, 16:05 Uhr EIN KOMMENTAR

Holocaust-Überlebende will in Haselünne nachdenklich und besonnen machen

Von Carola Alge


Die Berichte Holocaust-Überlebender sind wichtig. Die Lebensgeschichten von Erna de Vries (Foto), Ruth Barnett und anderer machen nachdenklich und können besonnen stimmen. Archivfoto: Benjamin BeutlerDie Berichte Holocaust-Überlebender sind wichtig. Die Lebensgeschichten von Erna de Vries (Foto), Ruth Barnett und anderer machen nachdenklich und können besonnen stimmen. Archivfoto: Benjamin Beutler

Haselünne. Verfolgung, Hass, Außenseitertum, Flucht, Verlust geliebter Mensch oder der Heimat. Was Ruth Barnett als Kind erleben musste, widerfährt in anderer Form unter anderem zahlreichen Flüchtlingen. Ein Kommentar.

Was das in Betroffenen auslöste, auch darüber möchte die Holocaust-Überlebende bei ihrem Besuch in Haselünne sprechen.

Es ist ein wichtiger Besuch, den das Kreisgymnasium umfassend mit einer Ausstellung und der Initiative „Schule ohne Rassismus– Schule mit Courage“ zum Thema „Asyl ist Menschenrecht“ begleitet.

Barnett wird von ihrer schwierigen Zeit als heimat- und staatenloses Mädchen in der Fremde, von ihren Jahren in Heimen und Pflegefamilien berichten. Aber eben auch von schmerzlichen Erfahrungen, die sie als Kind eines jüdischen Vaters machen musste.

Damit ist die Autorin – wie zum Beispiel auch die Emsländerin Erna de Vries – eine Zeitzeugin mit einer wichtigen Botschaft. Mit Berichten gerade auch vor Schülern wollen beide die Erinnerung an schlimme Zeiten wach zu halten. Beide Frauen tun das vor allem auch in der Hoffnung, dass viele junge Menschen ihre Geschichten nachdenklich und besonnen machen, dass sie sie weiter erzählen. Was Hass und Verfolgung anrichten, darüber darf nicht geschwiegen werden. Die Botschaft auch Barnetts ist heute, in Zeiten, in denen Flüchtlingen leider nicht selten mit Hass und Gewalt begegnet wird, wichtiger denn je.


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