Wortspiele und Alltagsbeobachtungen Frieda Braun verbreitet Sammelfieber im Haselünner Kulturkino

Von Martin Reinholz

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Gekonnt wusste Karin Berkenkopf als Frieda Braun das Publikum mit ihrem Bühnenprogramm „Sammelfieber“ für sich zu begeistern. Foto: Martin ReinholzGekonnt wusste Karin Berkenkopf als Frieda Braun das Publikum mit ihrem Bühnenprogramm „Sammelfieber“ für sich zu begeistern. Foto: Martin Reinholz

Haselünne. Mit einer Mischung aus Wortspielen und pointierten Alltagsbeobachtungen hat die Kabarettistin Karin Berkenkopf als „Frieda Braun“ die Besucher des Haselünner Kulturkinos Hasetor mit auf ihre Sammelfieber-Tour genommen. Die Sauerländerin präsentierte ein gut zweistündiges Programm im voll besetzten Haselünner Kinosaal.

Frieda Braun ist die Figur, die Karin Berkenkopf gekonnt mit Mimik, Gestik und Wortwitz verkörpert. Frieda Braun und ihre „KFD-Splittergruppe“ sind auf der Suche nach geeigneten Sachspenden für ihren Wohltätigkeitsbasar. Ob Joghurtautomat, Brotbackautomat oder unbenutzte Sportgeräte. In jedem Haushalt sammeln sich viele Gegenstände im Laufe der Jahre an, die nie wieder genutzt würden, meint Frieda Braun. „Ein Sportgerät hat die größte Wirkung, wenn man es kauft“, stellte die Kabarettistin fest.

Mangel an Sünden

Auch zum Thema Sünden und Beichten in der katholischen Kirche wusste Frieda Braun einiges zu berichten. Während in der Kinder- und Jugendzeit die „Standard-Sünden“ wie „Zimmer nicht aufgeräumt, Eltern belogen, mit Geschwistern gestritten“ herhalten mussten, fehlten nun im zunehmenden Alter die Sünden. So hätten die Frauen ihrer „KFD-Splittergruppe“ beschlossen, in Anlehnung an die Zusammenlegung einzelner Pfarrgemeinden, auch „die Sünden zu fusionieren“, sodass nur eine der Frauen mittwochs zur Beichte geht. Als sie dran war, sei sie „in ihrer Not“ durch den Supermarkt gegangen und habe einen Apfel geklaut, um schließlich beichten zu können. Der Geschäftsführer des Marktes habe schon gesagt: „Wenn mittwochs Beichte ist, ist kein Boskoop mehr da.“

Flammen der Eifersucht

Als ein weiteres Problem entpuppte sich die Suche nach einem willigen Schirmherrn. Friedas Wunschkandidat ist der Stargeiger André R., der bei Friedas Ehemann Erwin „helle Flammen der Eifersucht“ lodern lässt. Ihre Bewunderung für den Geiger geht so weit, dass sie sich in ihren Träumen als Geige des Starkünstlers sieht. Weitere Themen in ihrem kurzweiligen Programm waren die Windenergie, die Öko-Landwirtschaft und das neu gekaufte Wasserbett.

Interaktiv

Frieda Brauns Erzählungen waren geprägt von komischen Charakteren, merkwürdigen Begebenheiten und queren Gedanken. Unvergleichliche Mimik und einzigartiger Sprachwitz prägten die Vorstellung, die die Besucher begeisterte und in ihren Bann zog. Gekonnt bezog sie auch die Besucher mit in ihre Vorstellung ein und wusste auch regionale Aspekte in ihr Programm aufzunehmen.


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