Hilfe für 500 Bedürftige pro Woche Ehrenamtspreis der Stadt Haselünne geht an die Tafel

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Der Ehrenamtspreis der Stadt Haselünne ging in diesem Jahr an die Haselünner Tafel. Vorstand Gerd Schoon nahm den Preis entgegen. Foto: Konstantin StumpeDer Ehrenamtspreis der Stadt Haselünne ging in diesem Jahr an die Haselünner Tafel. Vorstand Gerd Schoon nahm den Preis entgegen. Foto: Konstantin Stumpe

Haselünne. Während der zehnten öffentlichen Bürgerversammlung der Stadt Haselünne hat Bürgermeister Werner Schräer vor etwa 500 Gästen in der Stadthalle den Ehrenamtspreis an die Haselünner Tafel überreicht. Schräer hob in seiner Laudatio neben dem sozialen Engagement auch die nachhaltige Arbeit der Tafel hervor.

Um die Überraschung nicht vorwegzunehmen, baute Schräer in seinen lobenden Worten zunächst Spannung auf, bevor er den Preisträger nannte. Kurz umriss er die Aufgaben der Tafel. So seien mehr als 40 Ehrenamtliche bei der Hilfsorganisation aktiv, „mit deren ehrenamtlicher Arbeit jede Woche mehr als 500 Menschen direkt Unterstützung erfahren“, betonte der Bürgermeister.

Aktionen mit Kindern

Dabei hob er auch das nachhaltige Handeln mit Wertstoffen hervor. Dies gelinge der Tafel dank ihrer guten Vernetzung sowohl mit der Bürgerschaft aber auch mit Unternehmen, Vereinen und Verbänden.

Lobenswert seien zudem die zahlreichen Aktionen mit örtlichen Schulen und Kindertagesstätten, um schon die heranwachsenden Generationen von der Tafel-Idee zu überzeugen: „Jeder gibt, was er kann – Essen, wo es hingehört.“ „Die Tafel ist ein wunderbares Beispiel für bürgerschaftliches Engagement zum Wohle der Mitmenschen. Danke für Ihren Einsatz“, fasste Schräer zusammen.

Drei Herausforderungen

Der Gedanke des ehrenamtliches Engagements zum Wohle der Gesellschaft zog sich wie ein roter Faden durch den Abend. Gastredner Hermann Bröring, Ehrenlandrat und Vorsitzender der Emsländischen Landschaft, legte angesichts dreier Herausforderungen die Marschroute für die Zukunft fest. „Seit zehn Jahren feiern wir uns dafür, wie gut es uns geht“, eröffnete Bröing. Dies sei immer an der guten wirtschaftlichen Lage festgemacht worden. Dabei habe man den Einzelnen übersehen. „Keiner darf verloren gehen“, bekräftigte der Ehrenlandrat. „Drei Herausforderungen, der demografische Wandel, die Mobilität und die Digitalisierung, werden unser Leben neu ordnen und uns mit aller Wucht treffen.“

Hannover ist neidisch

Er habe beobachtet, dass der Gemeinsinn im Emsland dennoch nie verloren gegangen ist. „In Hannover beneidet man uns dafür“, sagte er. Wesentlich für die Zukunftsfähigkeit der Region sei jedoch, dass man die lokale Verantwortungsgemeinschaft auch den nachwachsenden Generationen vorlebt, um die Vorzüge von Ballungszentren – eine hervorragende Nahversorgung mit Ärzten, Schulen und Kultur – gegenüber dem ländlichen Raum auszugleichen.

Das Ehrenamt nehme in dieser Hinsicht eine wichtige Rolle ein und „ist wesentliche Voraussetzung für erfolgreiches Zusammenleben“, bekräftigte der Ehrenlandrat. Die Auszeichnung von Schlüsselfiguren sei daher ein wichtiger Baustein, schloss Bröring.

Neue Stadthalle Haselünne

Wichtiger Baustein des Haselünner Bürgerempfangs ist auch der Ausblick des Bürgermeisters auf das kommende Jahr. Schräer skizzierte einige bauliche Vorhaben. So könne der Bürgerempfang im Jahr 2019 vielleicht schon in einer neuen Stadthalle stattfinden.


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