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16.02.2018, 15:15 Uhr KOMMENTAR

Fällen der Linde am Markt Haselünne: Vernunft vor Emotion

Kommentar von Carola Alge

Die Entscheidung, die Linde am Markt in Haselünne zu fällen, ist bedauerlich, aber vernünftig. Foto  Carola AlgeDie Entscheidung, die Linde am Markt in Haselünne zu fällen, ist bedauerlich, aber vernünftig. Foto Carola Alge

Haselünne. Die Entscheidung, die Linde am alten Rathaus in Haselünne zu fällen, wird manchen betrüben. Ein Blickfang am Eingang des Markts verschwindet damit. Aber: Hier hat die Vernunft über Emotion gesiegt. Ein Kommentar.

Es ist fraglich, ob der Baum die notwendigen erheblichen Rückschnitte unbeschadet überstanden hätte und zukunftsfähig gewesen wäre. Schwerwiegender aber ist, dass von ihm durch sein teilweise sehr feines und enges Wurzelwerk früher oder später Gefahren ausgehen könnten. Im Bereich des alten Rathauses laufen knotenpunktartig diverse Versorgungsleitungen zusammen. Darunter auch für Gas. Würde eine solche Leitung im Stadtkern durch Wurzeln beschädigt, könnte das verheerende Folgen haben. Ein immens teurer und schwierig zu schaffender Leitungsschutz wäre notwendig.

Optisch aufgeräumter und mit mehr Verweilqualität – so soll sich der Markt in Haselünne in ein paar Wochen präsentieren. Und er soll behindertengerechter werden. Durch Baumwurzeln hoch stehendes Pflaster wäre da kontraproduktiv. Das gab es am Markt leider viele Jahre und wurde zur gefährlichen Stolperfalle.


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