Jahresbilanz nach neun Monaten Gelungener Start von ems.IT Systems in Haselünne

Von Reinhard Fanslau

Erfolgreiches Jungunternehmen: ems.IT Systems, bestehend aus (v. l.) Björn Albers, Andreas Märker, Jens Pietryga, Sebastian Wegener und Marco Liebscher. Foto: Tim GieseErfolgreiches Jungunternehmen: ems.IT Systems, bestehend aus (v. l.) Björn Albers, Andreas Märker, Jens Pietryga, Sebastian Wegener und Marco Liebscher. Foto: Tim Giese

Haselünne. Firmeninhaber ziehen nach Übernahme oder Neugründung eines Betriebs in der Regel erst nach dem Ablauf von zwölf Monaten eine Bilanz. Marco Liebscher, einer der beiden Geschäftsführer von ems.IT Systems in Haselünne, kann schon nach einem Dreivierteljahr sagen, dass der Start seines Unternehmens gelungen ist. Die Einjahresbilanz nach neun Monaten fällt rundum positiv aus.

Zusammen mit Jens Pietryga übernahm Liebscher im Mai 2017 von Christian Hütten die Firma „a+s.com Die PC Werkstatt“, die es bis dahin seit 13 Jahren gegeben hatte. Zu dem Zeitpunkt war der Betrieb noch an zwei Standorten vertreten, in Meppen und in Haselünne, jeweils in der Bahnhofstraße. Mittlerweile ist alles in Haselünne konzentriert.

Früher Start in Arbeitstag

Mit insgesamt fünf Mitarbeitern und drei Firmenwagen stehen ems.It Systems gut da. „Wir sind hier die ersten in der Innenstadt, die anfangen zu arbeiten“, sagt Liebscher. Schon wenige Minuten nach 8 Uhr kommt ein Handwerker ins Geschäft, dessen geschäftlich genutzter Laptop den Geist aufgegeben hat. Mitarbeiter Sebastian Wegener, Auszubildender Fachinformatiker für Systemintegration, checkt die Lage, schaut sich das Gerät an und sagt dem Kunden, dass der Schaden so beträchtlich sei, dass der PC nicht an Ort und Stelle zu reparieren ist, aber gibt dem Kunden den entscheidenden Tipp, wie es weitergeht. Eine der typischen Dienstleistungen, die das Jungunternehmen bietet.

Viele Geschäftskunden

Ein anderes wichtiges Standbein ist das Einrichten von PC-Arbeitsplätzen und –systemen. Viele große Firmen in der Region greifen bereits auf die Fähigkeiten der Jungunternehmer zurück. Für das Ausschwirren zum Kunden ist hauptsächlich Jens Pietryga zuständig. Liebschers Hauptaufgabe ist die Arbeit im Firmensitz an der Bahnhofstraße 1 in Haselünne und der kaufmännische Teil des Geschäfts.

Neues Büro gesucht

Der Standort ist mittlerweile bei Kunden und Interessenten bekannt, aber dennoch ist Liebscher auf der Suche nach neuen Räumlichkeiten. Zum einen sei die Parkplatzsituation nicht ideal. Zum anderen seien die Geschäftsräume relativ „schlauchartig“, wie er sagt und wie auch zu sehen ist, wenn man ihn in seinem Bürotrakt im hinteren Teil des Gebäudes aufsucht. Für das Teamwork mit seinen Kollegen wären kompaktere Räume mehr von Vorteil. Sowieso sei „Teamwork“ das Stichwort im Unternehmen. „Bei uns geht es sehr familiär zu und wir haben auch zu den Kunden ein sehr lockeres Verhältnis. Das kann man fast schon als Alleinstellungsmerkmal unserer Firma bezeichnen“, sagt Liebscher und erklärt damit einen Teil des Erfolgs des Jungunternehmens.

Gelöschte Fotos wiederholen

Die Dienstleistungen umfassen alles, was Geschäftskunden und Privatkunden in der heutigen Zeit wünschen und fordern. Das können auch ganz außergewöhnliche Probleme sein. „Vor ein paar Tagen rief mich eine Kundin aus dem Urlaub auf Bali an. Sie hatte versehentlich alle Fotos auf der Speicherkarte ihres Handys gelöscht. Wenn sie wieder zurück ist, werden wir ihr wohl helfen können, auch wenn das im Einzelfall aufwendig sein kann“, verspricht der ems.IT-Systems-Geschäftsführer.

Namensgebung schwierig

Geschäftsführer und Angestellte kommen alle aus der Region und sind mit ihr verbunden. Das drückt sich nicht zuletzt im ersten Teil des Firmennamens aus. „Das war gar nicht so einfach. Wenn ‚ems‘ oder ‚emsland‘ Teil des Namens sein soll, ist das immer schwierig, das von der Industrie- und Handelskammer genehmigt zu bekommen“, sagt Liebscher. Ein erfolgreiches emsländisches Jungunternehmen in ihren Reihen zu haben, dürfte den IHK-Verantwortlichen jedoch wohl keine Kopfschmerzen verursachen.