Hofverkauf für den guten Zweck Haselünner Kinder für Wettbewerb „Kleine Alltagshelden 2017“ nominiert

Von Matthias Engelken

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Freuen sich über die Nominierung zum „Kleinen Alltagshelden 2017“: (v. l.) Tom Schultejans, Florian Rohn, Lukas Honnigfort, Henrik Suer, Vinzent Rolfers, Eva Lake und Maja Rolfers . Auch Carl Lampe und Jannis Thünemann gehören zum Team. Foto: Matthias EngelkenFreuen sich über die Nominierung zum „Kleinen Alltagshelden 2017“: (v. l.) Tom Schultejans, Florian Rohn, Lukas Honnigfort, Henrik Suer, Vinzent Rolfers, Eva Lake und Maja Rolfers . Auch Carl Lampe und Jannis Thünemann gehören zum Team. Foto: Matthias Engelken

Haselünne. Gemüse aller Art, leckere Marmeladen, Strickwaren aus eigene Handarbeit: Groß war das Angebot bei einem Bioverkauf für den guten Zweck im Oktober in Haselünne-Lehrte. Jetzt wurden die Initiatoren der Aktion für den Wettbewerb „Kleine Alltagshelden 2017“ vorgeschlagen.

Die Lust an der Arbeit im eigenen Gemüsegarten und der Wille, damit etwas Gutes zu bewirken, schweißte vor gut zwei Jahren einige Kinder in den Ortschaften Lehrte, Bückelte und Klosterholte zusammen. „Wir hatten in unserem ersten Jahr eine so gute Ernte, dass wir überlegten, die Produkte zu verkaufen“, erzählt Henrik Suer.

Gemeinsam mit zwei weiteren Kumpels hatte er begonnen, im heimischen Garten Gemüse und Obst anzubauen, äußerst erfolgreich, wie sich zeigte. Schnell fand er bei Freunden aus der näheren Umgebung Unterstützung, die beim Verkauf der Waren mithalfen. Gut 450 Euro kamen damals zusammen, von dem Geld gönnten sich die Kinder eine Pizza, der Rest wurde an den Meppener Verein Aqua Creactive gespendet, der Hilfe zur Selbsthilfe in der Demokratischen Republik Kongo anbietet.

Die Oma um Rat gefragt

Schon da war klar, die Aktion wird wiederholt, nur mit mehr Produkten. Fortan planten die Kinder, bearbeiteten den Garten, baten Elisabeth Suer, die Oma von Henrik, um Rat, wenn es um den Gemüseanbau ging oder das Nähen von Stricksachen. Ebenso unterstützen Christoph und Sandra Suer, auf deren Hof der Verkauf auch später stattfinden sollte, die Kinder. „Alle packten mit an, wir lernten, wie Gemüse angebaut wird, wie später Obst zu Marmelade wird, Saft gepresst wird und backten Brot und Kuchen“, erzählt Eva Lake.

Mit Feuereifer gingen alle ans Werk, um am Ende eine breite Palette an Produkten vorrätig zu haben. Natürlich durfte auch die Werbung für den Hofverkauf nicht fehlen. Plakate wurden bemalt, einige zogen durch die Straßen und luden Einwohner ein; auch die Gäste in den beiden Gasthöfen in Lehrte wurden auf den Termin zum Hofverkauf aufmerksam gemacht.

Biowaren mit dem Kettcar geliefert

„Die Resonanz war grandios“, erinnert sich Lukas Honnigfort. Im Vorfeld hatten sich die Kinder Gedanken gemacht, wie die Waren angeboten werden und wo Sitzgelegenheiten platziert werden sollten für ältere Besucher. Neben dem Verkauf vor Ort fuhren die Kinder ebenso mit Kettcar und Fahrrad durch die Gegend und verkauften auch direkt an der Haustür.

Zudem organisierten sie eine Versteigerung. Ein Produkt wurde in eine Tüte gesteckt und mit zwei kleinen Hinweisen versehen. Teilnehmer durften nur ertasten und dann bei der Aktion mitbieten. Am Ende hatten die Kinder weit über 500 Euro eingenommen und ließen sich die Suppe, die Oma Elisabeth für die eifrigen Kinder gekocht hatte, stolz schmecken.

2018 mit noch mehr Produkten

Und auch dieses Geld behielten die Kinder nicht, sondern spendeten es an die Elterninitiative Kinderkrebs. „Eine tolle Aktion“, wie Annika Prins findet. Ihr hatte das Engagement der jungen Helfer imponiert, weshalb sie sie für den Wettbewerb „Kleine Alltagshelden 2017“ nominierte. Auch für das kommende Jahr laufen bereits die Planungen für die engagierten Kinder. „Dann mit noch mehr Produkten“, sind sich alle sicher.

Weitere Vorschläge für den Wettbewerb „Kleine Alltagshelden 2017“, organisiert von den Freiwilligenagenturen und -zentren sowie dem Landkreis Emsland, der Meppener Tagespost und dem EL-Kurier, können weiterhin eingereicht werden bei den Freiwilligenzentren und Agenturen im Verbreitungsgebiet der Meppener Tagespost sowie bei Matthias Engelken, per E-Mail an m.engelken@noz.de oder unter Tel. 05931/940148. Einsendeschluss: 31. Januar.


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