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07.01.2018, 09:05 Uhr KOMMENTAR

Haus der Jugend in der Nähe der Jugend

Ein Kommentar von Carola Alge


Wie könnte der Altbau des Kreisgymnasiums Haselünne künftig genutzt werden? Ein Jugendtreff wäre denkbar. Foto: Carola AlgeWie könnte der Altbau des Kreisgymnasiums Haselünne künftig genutzt werden? Ein Jugendtreff wäre denkbar. Foto: Carola Alge

Haselünne. Wie könnte der Altbau des Haselünner Kreisgymnasiums genutzt werden? Um diese zentrale Frage dreht sich alles. Ein Jugendtreff wäre denkbar. Ein Kommentar.

Die Initiative zum Erhalt des Gebäudes hat nach der jüngsten Begehung vage Möglichkeiten angedeutet. Sie reichen von einer schulischen über eine kulturelle Nutzung bis hin zur Darstellung der Stadt- und Emslandgeschichte.

Ein völlig anderer Ansatz wurde bisher öffentlich nicht ins Spiel gebracht: Dort ein Haus für die Jugend zu schaffen, eine Art kleines jam wie in Meppen. Der Altbau bietet reichlich Platz für diverse Aktivitäten junger Menschen. Ihnen fehlt in Haselünne bisher ein adäquater Treff. Es gibt zwar den Kella-Jugendtreff im Pfarrheim, doch der kann naturgemäß längst nicht die Möglichkeiten bieten, die ein Jugendzentrum hat. Es könnten hier unter anderem Probenräume und eine kleine Bühne für (Musik-)Veranstaltungen entstehen, die für die Stadthalle etwa unterdimensioniert wären.

Die Lage des Gymnasium-Altbaus ist ideal zentral und damit geeignet, ein Haus der Jugend in direkter Nachbarschaft zur schulischen Wirkungsstätte junger Menschen zu schaffen. Mit einem entsprechenden Konzept ließen sich vermutlich Fördertöpfe öffnen. Zum jam in Meppen steuerte der Landkreis Emsland 250000 Euro bei.

Eine Alternative: eine Begegnungseinrichtung für jedermann, eine Mehrgenerationen-Einrichtung gleichermaßen für Jugendliche wie für Erwachsene, für Einheimische wie für Flüchtlinge. Sie könnte ein Domizil mit Klostercafé und Platz zum Beispiel für Ausstellungen des Fotoclubs werden.


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