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Kommentar Tafeln wie die Haselünner auch Prozess der Nachhaltigkeit

Meinung – Carola Alge | 27.02.2019, 08:01 Uhr

Die Hemmschwelle, eine Tafel aufzusuchen, ist hoch. Auch in Haselünne. Ein Kommentar,

Immer wieder weichen Bedürftige in Nachbarstädte oder -orte aus, um nicht erkannt zu werden. Diese Haltung ist nur allzu verständlich und macht betroffen. Betroffen, weil ein großer Teil der Tafel-Kunden völlig unverschuldet in eine Lebenssituation geraten ist, die jeden von uns allzu schnell ereilen kann.

Betroffen aber auch, weil Tafeln und ihre Kunden leider immer noch etwas mit Scham Behaftetes sind. Dabei unterstützen diese Einrichtungen auch den Prozess der Nachhaltigkeit, indem sie Lebensmittel verwenden, die sonst zuhauf weggeworfen werden würden. Das nachhaltige Handeln gelingt hier dank der guten Vernetzung mit der Bürgerschaft, Unternehmen, Vereinen und Verbänden. Aktionen mit örtlichen Schulen und Kindertagesstätten verdeutlichen der heranwachsenden Generation die Tafel-Idee: Jeder gibt, was er kann – Essen, wo es hingehört.

Die Tafel in Haselünne ist ein Beispiel für bürgerschaftliches Engagement zum Wohl der Mitmenschen. In der Kürze der Zeit ihres Bestehens hat sich ein großer verlässlicher Kreis von Helfern gebildet, dessen Einsatz enorm und weitaus größer ist als in manchen anderen Städten und Gemeinden.