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Groschenkirmes mit zivilen Preisen Sommerfest St. Josef in Hasbergen lockt viele Besucher

Von Michael Pohl | 27.07.2014, 21:27 Uhr

Am Sonntag feierte die katholische Kirchengemeinde St. Josef ihr traditionelles Sommerfest. Viele Attraktionen für die ganze Familie lockten zahlreiche Besucher aus allen Teilen der Gemeinde an.

Helmut Maiwald und Franz Breiwe erinnerten sich an die Anfänge vor 44 Jahren. „Als ich zusammen mit Hans Gervelmeyer, Josef Ruthemeyer und Ludwig Averbeck 1971 begann, spielten unsere Frauen noch Handball und es gab Wurst vom Grill“, erzählte Maiwald. „Der Zweck des Festes war von Beginn an die Finanzierung des Kindergartens“, ergänzte Breiwe. Aus diesem Grund sei die Veranstaltung als Fest für die ganze Familie konzipiert worden. Dass es gelungen ist, diesen familiären Charakter über die Jahre zu erhalten, sei vor allem den vielen ehrenamtlichen Helfern zu verdanken. Besonders die gute Zusammenarbeit quer durch die Gemeinde und Verbände sei hervorzuheben,waren sich Maiwald und Breiwe einig.

Den Besuchern kommt das Konzept entgegen, weil alle Teile einer Familie auf ihre Art das Fest genießen können. „Die Kinder können alleine die Angebote erkunden und wir Erwachsenen in Ruhe mit unseren Freunden feiern“, brachte Carsten Igelbrink seinen Eindruck der Veranstaltung auf den Punkt. Deshalb komme er seit über zehn Jahren zum Sommerfest.

Dass die Eltern ihre Kinder sorgenfrei alleine toben lassen konnten, liegt nicht zuletzt an den niedrigen Preisen. Bei der am Sonntag stattfindenden Groschenkirmes gab es weit über ein Dutzend Stände, die mit Angeboten für fünf bis 20 Cent zum Mitmachen einluden. Besonders Stände wie das Kinderschminken waren daher stark umlagert.

Deshalb hatten Rebecca Hehemann, Charlotte Düring und Lisa Wahl viel zu tun. Beim Dosenwerfen stellten viele Kinder ihre Treffsicherheit unter Beweis. Die achtjährige Lina Mayer erklärte auf Nachfrage, dass sie sich schon das ganze Jahr auf das Sommerfest gefreut habe. Geschickte Hände waren derweil am Stand von Letizia Hömske und Anna-Maria Glogger gefragt. Mit einem Kreisel galt es möglichst viele Kegel umzuwerfen. Selbst die großen Besucher hatten damit ihre Schwierigkeiten. Für die Erwachsenen gab es neben einer Schießbude auch kulinarische Angebote vom Kaffee bis zum Steakbrötchen.

Dass von diesem Fest auch die Kirchengemeinde profitierte, bestätigte Pfarrer Christoph Baumgart. „Indem wir gewissermaßen die Kirchentür öffnen, gewinnen wir die Menschen“, war sich der Geistliche sicher. Außerdem sei er überzeugt, dass es den Menschen auf dem Fest gelingt, viele Kontakte zu pflegen, so Baumgart weiter. Zudem sei es wichtig, dass 15 Prozent der Einnahmen an Pater Wacker weiter gereicht würde. Damit unterstützten die Besucher soziale Projekte in Südamerika. Musikalisch untermalt wurde die Veranstaltung vom Spielmannszug Ohrbeck und einigen Stücken vom Band.