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Preisgericht votiert einstimmig So soll Hasbergens Neue Mitte aussehen



Hasbergen. Der Entwurf einer Architektur-Arbeitsgemeinschaft aus Münster hat sich bei einem Architekturwettbewerb für Hasbergens Neue Mitte durchgesetzt. Das Preisgericht entschied einstimmig, dass das Konzept sowohl mit dem Wohngebiet an der Niedersachsenstraße wie auch mit der Situation an der Tecklenburger Straße harmoniere.

Damit konnte sich der Entwurf vom Frankfurter Architekturbüro Meurer, der bei der Bürgerbeteiligung im August die meisten Stimmen bekam, nicht durchsetzen. Bürgermeister Holger Elixmann betonte jedoch am Rande der Preisverleihung am Montag in der Volksbank an der Tecklenburger Straße: „Wir haben in der letzten Phase des Wettbewerbs aber die Urteile der 138 Hasberger, die sich vom 12. bis 23. Juni beteiligt hatten, berücksichtigt.“ Sie hätten etwa Wert darauf gelegt, dass auf der Ecke an der Tecklenburger Straße, wo sich heute noch die Gaststätte „Zur Holzheide“ befinde, kein überdimensionierter Bau hochgezogen werde, und auch an der Niedersachsenstraße hätten sie sich „kein Riesengebäude“ gewünscht.

Siegerentwurf mit zweigeschossigem Rathaus

In der Tat unterscheidet sich der Siegerentwurf der Arbeitsgemeinschaft der Münsteraner Architekten Kuckert, Burhoff und Abdelkader, die sich abgekürzt als „KuBA“-Architekten vorstellten, auch dadurch, dass die Gebäude maximal zweigeschossig sind. Die Entwürfe des zweitplatzierten Leipziger Architekturbüros „Grunwald und Grunwald“ sowie des drittplatzierten Osnabrücker Architekturbüros Reinders sahen ein dreigeschossiges Rathaus vor.

Gastronomie im Erdgeschoss des Rathauses

Christian Kuckert von der Architekten-Arbeitsgemeinschaft „KuBA“ erläuterte: „Um auf die gewünschte Nutzfläche zu kommen, war das nur mit drei Baukörpern zu erreichen.“ Die neue Gastronomie soll sich dabei im Erdgeschoss des Rathauses befinden. Im Verwaltungsbereich darüber ist in der ersten Etage mit Blick auf den neuen rund 400 Quadratmeter großen Gemeindeplatz etwa das Büro des Bürgermeisters geplant. Über eine Verbindungsbrücke ist das zweite Verwaltungsgebäude, in dem auch das Standesamt vorgesehen ist, angeschlossen. An dem Platz, wo aktuell Volksbank und die Gaststätte „Zur Holzheide“ angesiedelt sind, befindet sich der Bürgersaal, der auch als Ratssitzungssaal fungiert, in dem aber auch große Veranstaltungen wie etwa Konzerte stattfinden können. Die vier Fachpreisrichter und drei Sachpreisrichter (Hardy Fischer [SPD], Peter Rademacher [CDU] und Bürgermeister Elixmann) lobten den Siegerentwurf, da er laut einer gemeinsamen Stellungnahme „ein sehr wirtschaftliches Gebäude erwarten lässt“. Das Konzept überzeuge „in hohem Maße“, weil das Ensemble als Neue Mitte für Hasbergen auch schon ohne die dahinter vorgesehenen Wohnhäuser oder Gewerbeflächen funktioniere.

Das Rathaus soll eine Nutzfläche von 908 Quadratmetern haben, das Bürger- und Dienstleistungszentrum eine Fläche von 423 Quadratmetern. Zudem ist eine Gemeinbedarfsfläche als Vereinsgeschäftsstelle mit 25 Quadratmetern geplant. Außerdem soll die Volksbank im Erdgeschoss des Verwaltungsgebäudes an der Tecklenburger Straße über 141 Quadratmeter Nutzfläche verfügen. Die Gastronomie ist mit einer Fläche von 238 Quadratmetern geplant.

Netto-Baukosten von 3,6 Millionen Euro vorgesehen

Die Preisträger sollen im kommenden Jahr noch einmal eingeladen werden, um etwa über die Kosten des Projekts zu sprechen. Vor einem Jahr beschloss der Hasberger Gemeinderat, dass es bei Netto-Baukosten von 3,6 Millionen Euro bleiben soll. Der Bauauftrag wird 2018 erteilt.

Alle Architektenentwürfe in der Volksbank ausgestellt

Alle sieben Entwürfe, die in der letzten Wettbewerbsphase übrig geblieben sind, werden noch bis zum 5. Januar in der Volksbank ausgestellt und sind im Internet auf www.hasbergen.de einzusehen.


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