Hasbergen benötigt weitere Kita Aufnahmestopp in Hasberger Krippen trotz Neubau

Die neue Kita in Gaste ist gerade erst eröffnet worden, doch die Zahl der Krippenplätze in Hasbergen reicht immer noch nicht aus. Foto: Gert WestdörpDie neue Kita in Gaste ist gerade erst eröffnet worden, doch die Zahl der Krippenplätze in Hasbergen reicht immer noch nicht aus. Foto: Gert Westdörp

Hasbergen. Obwohl im September gerade erst eine neue Krippe in Gaste eröffnet wurde, muss Hasbergen mittelfristig eine weitere Kita bauen. Fachbereichsleiterin Mareike Mons sagte im Familienausschuss: „Die Krippen und Kitas sind voll. Es können keine weiteren Kinder angenommen werden.“

Die Gemeinde setze alles daran, die Kinder bei Tagesmüttern unterzubringen. Aufgrund der Stadtrandlage sei der Platzbedarf in Hasbergen höher. Nach der Sitzung fügte Mons auf Anfrage unserer Redaktion hinzu, dass es einen neuen Bedarf gebe: „Während früher oft die Mütter zu Hause blieben, sind heutzutage sehr häufig beide Elternteile berufstätig.“ Aktuell könne die Hüggelgemeinde 105 Krippenplätze anbieten und aufgrund der 18 Krippenplätze aus Gaste damit so viele wie noch nie. Allerdings gebe es 85 Geburten pro Jahr, sodass rein theoretisch 170 Kinder für die Krippe angemeldet werden könnten. Natürlich gebe es keinen 100-Prozent-Bedarf für Krippenplätze, aber fest stehe, dass „wir mittelfristig den Bau einer neuen Krippe mit zwei bis drei Gruppen ins Auge fassen.“

( Weiterlesen: Neue Kinderkrippe in Hasbergen-Gaste eingeweiht)

Mons wies darauf hin, dass sich ein Gemeindegrundstück im weiteren Umfeld der Neuen Mitte als Standort eignen könne. Allerdings könne damit erst geplant werden, wenn die Neue Mitte stehe. Mons konstatierte: „Wir müssen nun sehen, wie wir die Bedarfe aktuell decken.“

Hasberger Mütterzentrum löst sich nach fast 30 Jahren auf

Eine Möglichkeit ergibt sich dadurch, dass das Mütterzentrum an der Schulstraße 16 sich zum Ende des Jahres nach fast 30-jähriger Tätigkeit für Eltern und Kinder auflöst. Bei entsprechendem Bedarf kann dort laut Mons ein Angebot zur Großtagespflege ab dem Frühjahr geschaffen werden. Zunächst müsse die Gemeinde aber noch die Rahmenbedingungen schaffen und die entsprechenden Kräfte finden.

Ab 2021 neues Fitnessangebot vorgesehen

Bürgermeister Holger Elixmann kündigte an, dass in Kürze eine Absichtserklärung mit der Spielvereinigung Gaste-Hasbergen unterzeichnet werden soll, um am aktuellen Standort des Mütterzentrums zum 1.1.2021 ein Sport- Fitness- und Veranstaltungsangebot zu schaffen. „Wenn bis dahin eine neue Krippe entstanden ist, wäre das positiv“, erklärte Elixmann auf Anfrage unserer Redaktion nach der Sitzung. Allerdings stünden für eine Großtagespflege zu diesem Zeitpunkt auch Alternativen zur Verfügung.

CDU-Fraktionschefin Susanne Breiwe fragte, ob denn wirklich schon wieder eine neue Krippe gebaut werden müsse und fragte: „Wie wäre es mit weiteren Großtagespflegen oder Tagesmüttern?“

„Wir gehen von einer anderen Dimension aus“

Daraufhin entgegnete Mons: „Wir gehen von einer anderen Dimension aus, sodass wir glauben, dass das nicht ausreichen wird.“ Natürlich stehe die Verwaltung im ständigen Austausch mit den Krippen und Kindertagesstätten, frage die Bedarfe ab und wäge dann ab, was umgesetzt werden müsse.

Ubbo Weerts (SPD) sagte, man bekomme einen Krippenplatz, wenn beide Eltern berufstätig sind: „Bei den Flüchtlingen ist das jedoch nicht der Fall. Dabei wäre ein Krippenplatz aber gerade für die Flüchtlingskinder wichtig.“ Er wünschte sich, dass die Gemeinde auch für die Kinder der Geflüchteten künftig eine Lösung anbietet.


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