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Erstklässler und Awo-Kindergarten lernen gemeinsam In Hasbergen Buchstaben mit allen Sinnen erfahren

Von Barbara Müller

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Das „u“ in Hufeisen haben Lars und Maida sogar ohne Hilfe von Nicola Düring entdeckt. Foto: Egmont SeilerDas „u“ in Hufeisen haben Lars und Maida sogar ohne Hilfe von Nicola Düring entdeckt. Foto: Egmont Seiler

Hasbergen. Wenn die Ältesten der Hasberger Kindergärten im Sommer eingeschult werden, muss die Hüggelschule ihnen schon fast vertraut vorkommen. Der Grund: Immer mal wieder weilen sie zu verschiedenen Projekten in der Grundschule. So wie jetzt auch. „Erstle-sen“ stand auf dem gemeinsamen Stundenplan an diesem Tag. Mit diesen wiederkehrenden Aktionen des sogenannten „Brückenjahrs“ soll der Übergang vom Kindergarten in die Grundschule erleichtert werden.

Diesmal besuchte der Awo-Kindergarten die erste Klasse von Nicola Düring, um gemeinsam den Buchstaben „u“ kennenzulernen. „Wir erlernen das Alphabet, indem wir die Buchstaben mit allen Sinnen erfahren“, beschreibt die Klassenlehrerin die in der Hüggelschule angewandte Methode, „so haben wir zum Beispiel beim ‚a‘ eine Ananas angefasst, gerochen und geschmeckt.“ Und ein weiterer Effekt: Bei dieser Gelegenheit können die Erstklässler schon einmal demonstrieren, wie Schule funktioniert, und ihre jüngeren Banknachbarn gewisser-maßen schon mal an die Hand nehmen. Die Voraussetzungen waren in diesem Fall für alle gleich, da der Buchstabe „u“ auch den Schülern unbekannt war. Bevor es aber so richtig an die Arbeit gehen konnte, mussten die gut 50 Kinder in zwei Gruppen aufgeteilt werden.

Vor allem für die Besucher des Kindergartens war es ein spannender Augenblick, in die Mitte des Klassenzimmers kommen zu dürfen, einen Gegenstand in einem Korb zu ertasten, ihn zu benennen und schließlich festzustellen, ob in dem Wort ein „u“ vorkommt.

Gleich der erste Versuch von Lars aus dem Kindergarten glückte: Er fischte ein Hufeisen aus dem Korb, konnte den Gegenstand benennen und auch den gesuchten Buchstaben finden. Der Applaus der gesamten Gruppe war sein wohlverdienter Lohn. Dann durften alle das Wort mit dem neuen Buchstaben nachsprechen und ihn in der Luft und auf dem Rücken des Nachbarn nachmalen. Auf diese kindgemäße Weise vertraut geworden mit der neuen Materie, fiel es bald allen leicht, entsprechende Wörter „zu lesen“.

Ein Unterschied zwischen Schulkind und Nichtschulkind wäre dabei allenfalls einem Fachmann aufgefallen. Eine Stillarbeit, bei der die Kinder Bilder mit einem „u“ ausmalen sollten, beendete schließlich die Phase äußerster Konzentration – nicht ohne ein dickes Lob von Klassenlehrerin Nicola Düring: „Ihr habt ganz toll mitgemacht. Das war richtig super!“


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