Oberschüler arbeiten mit Lego-Systemen Roboter im Technikunterricht der Oberschule am Roten Berg

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Bau dir einen Roboter: Die Neuntklässler Bonnie (von links), Janna, Vinzent und Dario bilden eine der Arbeitsgruppen, die für Bau und Programmierung verantwortlich sind. Foto: Horst TroizaBau dir einen Roboter: Die Neuntklässler Bonnie (von links), Janna, Vinzent und Dario bilden eine der Arbeitsgruppen, die für Bau und Programmierung verantwortlich sind. Foto: Horst Troiza

Hasbergen. Programmierbare Roboter haben auch in Hasbergen Einzug in den Schulunterricht gehalten. In der Oberschule am Roten Berg werden im Technikunterricht Lego-Robotik-Systeme eingesetzt, die von den ortsansässigen Unternehmen Amazone und Systec gesponsort wurden.

Schüler der Klasse 9. treffen sich an diesem Morgen zum Unterricht der Technik-AG im Technikraum der Schule. Es bilden sich Gruppen von drei bis vier Mädchen und Jungen, die sich mit einem außergewöhnlichen Unterrichtsmittel beschäftigen werden: Robotern. Die sind alles andere als Spielerei, obwohl der Name des bekannten Spielzeugherstellers Lego darauf steht. Mindstorms steht auf den Kästen, mehr als 500 Einzelteile sind darin und sinnvoll zusammengesetzt ist es möglich, daraus Roboter zu bauen, die programmiert werden und damit Aufgaben lösen können.

Bonnie, Janna, Vinzent und Dario haben einen dieser Kästen vor sich auf dem Tisch. In den vergangenen Unterrichtsstunden haben sie erste Schritte ausgeführt, haben einen Roboter zusammengebaut, der auf der glatten Holzfläche hin- und zurückfahren kann. Konzentriert verfolgen sie dessen Bewegungen und stellen fest, dass alles richtig gemacht worden ist und reibungslos klappt.

Motoren und Sensoren

Herzstücke sind der programmierbare Stein, der als Schaltzentrale konstruiert ist, Motoren sowie mehrere Sensoren, die unterschiedliche Messungen wie zum Beispiel Farb- und Lichterkennung und  Berührung ausführen oder auf Impulse der Infrarotsteuerung reagieren. Die Programmierung des Ganzen läuft über ein Tablet.

„Das Lego-System haben wir zum ersten Mal an der Schule. Es wird im Unterricht ab der 8. Klasse eingesetzt und verstärkt unser Technikprofil“, sagt Jakob Hensel, der den Unterricht leitet. Hensel ist Lehrkraft im Vorbereitungsdienst, arbeitet seit Sommer vergangenen Jahres in der Schule am Roten Berg. Er hält, ebenso wie die verantwortlichen Lehrer des Technikzweigs, große Stücke auf den Umgang mit dem Mindstorms-System. „Wir vermitteln damit Grundlagen der Programmierung für die Automatisierungstechnik. Zudem stellt es Anforderungen an die Felder projektorientiertes Arbeiten und Teamfähigkeit“, zählt er auf.

Intensivierung des Technikunterrichts

Das sind Kenntnisse, die heute in der beruflichen Ausbildung von hoher Bedeutung sind. Hauke Jürgens und Tim Schade vom Ausbildungsbereich von Amazone und Sven Nießen von Systec wissen das nur zu gut. Die Unternehmen sind auf die Schule zugegangen und haben zur Intensivierung des Technikunterrichts drei der insgesamt fünf Mindstorms-Systeme übergeben. „Die Zusammenarbeit zwischen unserem Unternehmen und der Schule besteht schon lange. Mit den Robotik-Kästen wollen wir das noch intensivieren“, erklärt Jürgens.

Beide Unternehmen bieten Ausbildungsplätze an und für Schüler Praktika. Anforderungen an Bewerber wachsen, weil besonders im Handwerk immer deutlicher Kenntnisse über Automatisierungsprozesse in den Vordergrund gestellt werden. „Uns ist es wichtig, zur Qualitätssicherung des Unterrichts beitragen zu können. Da ist natürlich ein wenig Selbstzweck dabei, aber hauptsächlich sollen jungen Menschen für technische Berufe interessiert gemacht werden“, sagt Nießen.


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