Platz für 30 Kinder Neue Kinderkrippe in Gaste eingeweiht


Hasbergen. Die Kinderkrippe „Gaster Zauberhaus“ wurde am Freitag offiziell eingeweiht. Politiker, Erzieherinnen, Planer und der Kirchenkreis freuen sich über die Fertigstellung des Hauses an der Breslauer Straße. Bereits seit Anfang August betreut die Krippe Kinder von null bis drei Jahren.

„Hier haben alle an einem Strang gezogen“, betonte Bürgermeister Holger Elixmann. Angesichts der angespannten Lage bei Betreuungsplätzen hätten alle politischen Parteien den Weg frei gemacht für einen Neubau neben dem bereits bestehenden Kindergarten. So sei es auch möglich gewesen, dass der Planungs- und Bauprozess innerhalb von nur zwei Jahren erfolgreich über die Bühne gebracht worden sei. Rund 1,4 Millionen Euro hat das Projekt insgesamt gekostet.

Krippe nah am Kindergarten

Kindergartenleiterin Claudia Henning-Lücke zeigte sich insbesondere zufrieden mit der Lage der Krippe: „Uns war wichtig, dass das Haus so nah wie möglich am Kindergarten gebaut wird, damit wir eine gute Anbindung haben.“ Als sich jedoch herausstellte, dass der Platz für einen direkten Anbau nicht reichte, schlug die Architektengesellschaft Ahrens und Pörtner stattdessen vor, den Neubau neben der Hüggelschule zu errichten – in Gehweite des Kindergartens. Eine ausgezeichnete Lösung, wie das Kindergartenteam fand.

„Die Atmosphäre hier stimmt einfach“

Im Namen des Kirchenkreises als Träger der evangelisch-lutherischen Einrichtung sagte Superintendent Joachim Jeska: „Die Atmosphäre hier stimmt einfach. Es ist schön zu sehen, wenn die Kinder mit einem Lächeln aus dem Haus gehen.“

Im Innern der Krippe begrüßten die beiden bereits eingezogenen Kindergruppen die Eltern und Besucher; zusammen mit Pastorin Maria Beisel hatten sie Lieder einstudiert. Besonderen Wert legte das Kita-Team auf die Sauberkeit in den neuen Räumen: Alle Besucher der Eröffnung betraten das Gebäude mit blauen Überziehern für die Schuhe.

Helle Räume mit Blick auf grünen Außenbereich

Auf der Rückseite des Hauses ermöglicht eine große Fensterfläche den Ausblick ins Grüne: Auf dem Spiel- und Außenbereich der Einrichtung sprießen bereits erste Grashalme. Da Bäume schon vorher dort wuchsen, fügt sich die Krippe in die Umgebung ein, als stünde sie schon lange dort. „Es ist sehr schön, dabei zu sein wenn so ein Projekt wächst“, sagte die Architektin Astrid Hockemeyer-Stahlhut. Sie zwar bereits viele Kindergärten entworfen, diesmal war sie jedoch auch als Bauleiterin dabei.

Die hellen und geräumigen Zimmer bieten auf fast 500 Quadratmetern Platz für zwei Gruppen mit je 15 Kindern. Neben den beiden Gruppenräumen gibt es unter anderem eine Mehrzweckhalle, Funktions- und Ruheräume. Damit kann das Gaster Zauberhaus nun 18 zusätzliche Krippenplätze anbieten. Und die werden dringend gebraucht: Die Nachfrage für Kita- und Krippenplätze in Hasbergen ist größer als das Angebot.


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