Ausstellung der Uni Osnabrück Symbiose von Kunst und Denkmal im Hasberger Wasserturm

Kunst im Wasserturm: Zur Eröffnung der Ausstellung rücken der KuV-Vorsitzende Werner Wessel und die Kunststudentinnen (von links) Lisa Burandt, Aisleen Beynon-Thomas, Franziska Schmitz und Lena Brüner ein wenig zusammen. Foto: Horst TroizaKunst im Wasserturm: Zur Eröffnung der Ausstellung rücken der KuV-Vorsitzende Werner Wessel und die Kunststudentinnen (von links) Lisa Burandt, Aisleen Beynon-Thomas, Franziska Schmitz und Lena Brüner ein wenig zusammen. Foto: Horst Troiza

iza Hasbergen Kunst im Wasserturm, die Zweite: Nach der Eröffnung des alten Wasserturms vor wenigen Wochen mit einer Kunstausstellung hat der Kultur- und Verkehrsverein (KuV) Hasbergen nun zum zweiten Mal Studierende der Uni Osnabrück für eine Bilderschau gewinnen können.

Kunst und Denkmal gehen damit wieder einmal eine Symbiose ein. Und eine fruchtbare dazu, denn die Arbeiten von Aisleen Beynon-Thomas, Lena Brüner, Lisa Burandt, Estera Dobrolinska, Marie Fink, Tim Tolhuysen und Franziska Schmitz sind in ihrer Entstehungsgeschichte eng mit der Ausstellungsfläche verbunden. Der Ausgang der Fragestellung war nämlich: Wie können sieben junge Künstler ihre Werke in einem Raum mit einer Grundfläche von gerade einmal zehn Quadratmetern präsentieren?

Nun, die Lösung liegt natürlich auf der Hand. Hochformate müssen ´s sein. Und schon verwandelt sich der schlichte Raum, in dem die Sanierungsarbeiten noch nicht abgeschlossen sind, in eine Galerie mit einer höchstinteressanten Mischung von Bildern unterschiedlicher Stile. Mal sind es markante, farbenreiche Darstellungen gegenständlicher oder abstrakter Motive, dann wieder zarte Pastellfarben, ein wenig wie gehaucht.

Ihnen gemeinsam ist die Interpretation jenes Raumes, in dem sie an den Wänden hängen. Der mehr als 130 Jahre alte Wasserturm auf dem alten Hasberger Bahnhofsgelände diente einst der Versorgung der Dampfloks der Hüttenbahn mit Speisewasser. Die Studierenden haben sich mit seiner Geschichte, mit der Bausubstanz sowie seiner Umgebung auseinandergesetzt. Der Bogen spannt sich vom Motiv der Erdhummeln und Schafe (Beynon-Thomas) über die Struktur und Beschaffenheit des Innenraumes (Brüner und Burandt) bis hin zu der Erinnerung an Kriegsflüchtlinge, die kurz einmal im Turm Unterkunft gefunden hatten (Schmitz).

Der KuV-Vorsitzende Werner Wessel wies bei der Eröffnung der Ausstellung am „Tag des Denkmals“ auf die „Vielfalt und Kreativität der jungen Künstler“ hin, die „deren Arbeiten der Aufgabenstellung mehr als gerecht geworden sind“. Der Verein wolle auch in Zukunft Künstlern im Wasserturm Platz zum Ausstellen ihrer Arbeiten Platz geben. Noch vor dem Winter sollen, so Wessel, die Sanierungsarbeiten am Wasserturm weitergeführt werden und eine Treppe sowie eine Galerie im ersten Stockwerk eingezogen werden.Die Ausstellung der Studierenden wird noch am kommenden Wochenende, 16. und 17. September, von 10.30 bis 16 Uhr zu sehen sein.