Warteliste für Krippenplätze Belegung von Kitas in Hasbergen am Limit

Offiziell noch gar nicht eingeweiht, ist die Krippengruppe in der Gaster Kita Zauberhaus (hier ein Foto vom Richtfest) bereits jetzt bis auf zwei Plätze ausgebucht. Archivfoto: Stefan BuchholzOffiziell noch gar nicht eingeweiht, ist die Krippengruppe in der Gaster Kita Zauberhaus (hier ein Foto vom Richtfest) bereits jetzt bis auf zwei Plätze ausgebucht. Archivfoto: Stefan Buchholz

Hasbergen. Eine hohe und möglicherweise noch wachsende Nachfrage nach Kinderbetreuung konstatierte Mareike Mons, Leiterin der Abteilung für Schule, Jugend und Kultur. Vor dem Familien- und Sozialausschuss berichtete sie über die aktuelle Belegungssituation.

Die Anfang August im Gaster Zauberhaus neu in Betrieb genommenen Krippengruppe ist bereits vor ihrer offiziellen Einweihung Mitte September bis auf einen Platz gefüllt, teilte Mons mit. Der Bedarf an Krippenplätzen sei sehr groß, von den insgesamt 105 verfügbaren Krippenplätzen in Hasbergen seien 103 belegt. Und die beiden letzten Plätze blieben nur deshalb zunächst frei, weil sie momentan für keines der 13 Kinder, die bereits auf einer Warteliste stehen, „passen“. Da auf eine ausgewogene Altersstruktur geachtet werden müsse, könnten diese freien Plätze nur von mindestens Zweijährigen belegt werden.

U-3 Betreuungsplätze stark gefragt

„Wir haben das Ende der Fahnenstange noch nicht erreicht“, machte Mons den großen Nachfragedruck deutlich. Nach anfänglich rund 30 Prozent würden inzwischen 50 bis 60 Prozent der Unter-Dreijährigen in Krippen oder in Tagespflege betreut.

Längere Betreuungszeiten

Im Kindergartenbereich verfügt die Gemeinde über 275 Plätze, die bis auf drei ebenfalls alle belegt sind; dabei müssten eigentlich, so die Abteilungsleiterin, bei einer durchschnittlichen Geburtenzahl von 85 Kindern pro Jahr rechnerisch 255 Plätze ausreichen. Bei den Drei- bis Sechsjährigen sind es nahezu 100 Prozent, die eine Kita besuchen, und fast alle nehmen längere Betreuungszeiten in Anspruch.

Nächste Baustelle: Nachmittagsbetreuung

Stark nachgefragt wird auch die Nachmittagsbetreuung für Grundschulkinder. Im Awo-Hort an der Hüggelschule in Hasbergen sind alle fünf Gruppen mit 20 Plätzen voll belegt. 100 Kinder essen hier zu Mittag. Und auch der Gaster Kinderclub, der seit Juni dieses Jahres eine Betriebserlaubnis als Kindertagesstätte besitzt und damit dem Vereinsstatus entwachsen ist, betreut von Montag bis Donnerstag zwischen 13 Uhr und 15.30 Uhr bis zu 20 Kinder. „Die Eltern sind vom Kindergarten eine gute Betreuung bis in die Nachmittagsstunden gewöhnt, das möchten sie nicht missen, wenn die Kinder in die Schule kommen“, sagte Mons.

Über Neubau nachdenken

Eine Erweiterung der bestehenden Kindertagesstätten sei nicht mehr möglich; wenn die Nachfrage weiter steige, müsse die Politik über einen Neubau nachdenken, kündigte Mons an. „Dann müssen wir uns schon einmal Gedanken über eine geeignete Fläche und einen möglichen Träger machen“, folgerte Katja Mittelberg-Hinxlage.


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