Modulhaus statt Baracke Hasbergen: Konzept zur Flüchtlingsunterbringung vorgestellt

Von Petra Pieper

Flüchtlingsbaracke am Eisenbahnweg. Foto: Gert WestdörpFlüchtlingsbaracke am Eisenbahnweg. Foto: Gert Westdörp

Hasbergen. Über die derzeitige Situation und künftige Perspektiven bezüglich der Unterbringung von Flüchtlingen informierte Ordnungsabteilungsleiter Martin Tillner den Hasberger Familien- und Sozialausschuss.

Zugewiesene Asylbewerber werden in gemeindeeigenen oder von der Gemeinde angemieteten Häusern und Wohnungen dezentral untergebracht. Um Konflikte zu vermeiden, seien nach Möglichkeit Flüchtlinge gleicher Herkunftsländer schwerpunktmäßig zusammengefasst, erläuterte Tillner.

56 Personen in Gemeindeunterkünften

Zur Zeit wohnen 56 Personen in Unterkünften der Gemeinde, 34 anerkannte Flüchtlinge haben bereits eigene Wohnungen gefunden. Die Frage, wie viele Flüchtlinge pro Jahr integriert werden müssten, beantwortete Winfried Bußmann: Die Zahl der anerkannten Flüchtlinge könne nicht gesteuert werden, da sie zumindest innerhalb Niedersachsens frei in der Wahl ihres Wohnorts seien.

Häufig zögen Verwandte an einem Ort zusammen. Und über künftige Zuweisungen von Asylbewerbern, so Tillner, könne nur spekuliert werden, die Gemeinde rechne erst einmal mit 30 bis 35 neuen Personen jährlich. Auf diesen oder einen anderen Bedarf müsse die Kommune sich vorbereiten.

Gebrauchtes Modulhaus

Da die „Rothenburg“ mit 23 Plätzen zur Mitte nächsten Jahres nicht mehr zur Verfügung stehe und zudem die Holzunterkunft am Eisenbahnweg in sehr schlechtem Zustand sei, schlage die Verwaltung vor, ein bereits fertiges, aber noch nicht gebrauchtes Holz-Modulhaus von der Gemeinde Schüttorf zu erwerben und an der Eisenbahnstraße aufzubauen. Das Gelände stehe der Gemeinde für die nächsten 30 Jahre in Erbpacht zur Verfügung, sodass dort nach dem Abbruch der alten gut die neue Unterkunft platziert werden könne.

Das Modulhaus biete auf einer Fläche von 345 Quadratmetern 18 Personen Platz und könne gegebenenfalls erweitert werden. Alternativ stünde auch der Kauf oder die Anmietung von Containern oder der Bau eines sogenannten Langhauses zur Diskussion. Entscheiden müsse der Verwaltungsausschuss, so Tillner.

Der Sozialausschuss fand die Schüttorfer Alternative durchaus attraktiv, gab aber zu bedenken, dass man vor dem Kauf prüfen solle, ob die Wünsche für die spätere Ausgestaltung realisierbar seien. Auch sei über eine Aufstockung der Hausmeisterstunden zu befinden.


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