Drei Tage feiern in Hasbergen Gaster Festtage des Schützenvereins gut besucht


Hasbergen. Nicht nur das Wetter bot in diesem Jahr während der Gaster Festtage viel Abwechslung. Auch die Verantwortlichen des Schützenvereins hatten mit einem großen Programm zahlreiche Highlights parat, die dafür sorgten, dass keine Langeweile aufkam.

Für reichlich Stimmung sorgten die Kinder der Tagesstätte „Zauberhaus“ im Ortsteil Gaste. Stilecht als Rocker kostümiert, enterten sie wie erfahrene Stars der Showbranche die Bühne des Festzeltes. Der Titelsong ihrer Vorstellung „We will Rock you“ von Queen durfte dabei sehr wohl als Ansage an das Publikum verstanden werden. Mit weiteren Einlagen sorgten die kleinen Künstler für heitere Stimmung bei den Gästen.

Den Boden für die gelungene Vorstellung bereitete zuvor der Radsportverein Bergeslust aus Leeden. Neben Kunststücken auf dem Einrad, boten die Sportler mit einer kurzen Partie Radball und kleineren Darbietungen an ihren Geräten einen Einblick in ihr Repertoire.

Pokal für die Spielvereinigung

Seinen sportlichen Fortgang fand das Fest mit den Spielen der Mannschaften im Rahmen des traditionellen Elternturniers. Für Fans um das runde Leder weckte besonders das Derby um den Bürgermeisterpokal zwischen der Spielvereinigung Gaste-Hasbergen und dem Sportverein Ohrbeck so manche Assoziation. Der berühmte Satz von Herbert Zimmermann: „Keiner wankt, der Regen prasselt unaufhörlich hernieder“ konnte an diesem Tag sinnbildlich für die äußeren Bedingungen der Spiele stehen. Ob es ein Wunder wie 1954 in Bern war, dass am Ende die Spielvereinigung den Pokal mit 4:2 für sich behaupten konnte, ist indes nicht überliefert.

Künstlerische Pemiere

Der zweite Festtag bot neben besserem Wetter zahlreiche Highlights und zwei echte Premieren. Zum ersten Mal war in diesem Jahr das Ensemble der Musik-Kapelle der Musik und Kunstschule der Stadt Osnabrück unter der Leitung von Linda Effertz dabei. Rund 20 Musiker mit und ohne Handicap traten bei dieser Vorstellung den Beweis an, dass Musik bei allen Menschen für ein gutes Lebensgefühl sorgen kann.

Bei der Darbietung ihres breiten Repertoires bekannter Lieder sprang bereits nach kurzer Zeit der Funke zum Publikum über. Einen echten Moment mit Gänsehaut erlebten die Gäste beim Höhepunkt des rund einstündigen Konzertes, als die Kapelle den Gospel „Halleluja“ anstimmte. Da verwunderte es niemanden, dass die Zuschauer die Künstler nicht ohne Zugabe von der Bühne ließen.

Königsthron wieder komplett

Mit Spannung erwartet wurde der Ausgang des Schießens um den Thron des Kinderschützenkönigs. Am Schluss setzte sich Hendrik Thies gegen die große Konkurrenz durch. Zur Königin der Schützenjugend wurde seine Schwester Anne gekrönt. Das zweite Kinderkönigspaar stellen in diesem Jahr Nick Horsthoff und Lilly Kastner. Komplettiert wurde der Königshof bei der abendlichen Proklamation von Gudrun Bröcker zur Schützenkönigin der Erwachsenen durch den Vorsitzenden des Vereins Fred-Günter Müller. Bereits vor zwei Wochen kürte Bröcker ihren Mann Udo zum Prinzregenten.

Einen europäischen Rahmen bekamen die Festtage im Vorfeld der traditionellen Zeltparty. Nachdem Bürgermeister Holger Elixmann sich mit den Worten „das zeigt, dass der Verein lebt“ über die Tatsache freute, dass in diesem Jahr wieder eine Regentin auf dem Schützenthron Platz nahm, lenkte er den Blick der Gäste nach Polen. Unter der Führung des stellvertretenden Bürgermeisters Waldemar Chmiel war eine Delegation aus der Partnergemeinde Komprachice anwesend. Als deren Sprecher lobte Jan Przywara die guten und langjährigen Beziehungen zwischen beiden Orten.

Viel Musik für jedermann

Mit einem musikalischen Querschnitt bekannter Schlager sorgte das Quartett „Musica é“ im Anschluss für ausgelassene Stimmung unter den Gästen. Zahlreiche Zuschauer hielt es nicht lange auf ihren Sitzen und so füllte sich die Tanzfläche gleich im Anschluss an den Ehrentanz der Majestäten.

Der Festsonntag begann mit einem Zeltgottesdienst. Dabei sorgte der Posaunenchor der Christuskirche und der reformierten Gemeinde Osnabrück unter Leitung von Hanno Eulefeld, in Zusammenarbeit mit dem gemischten Chor der Gemeinschaft Gaste-Hasbergen unter der Leitung von Katja Rothfuss für den musikalischen Rahmen.

Selfies reichen nicht im Miteinander

Inhaltlich stellten Pastor Guido Schwegmann-Beisel und Friedrich Fischer den Gottesdienst unter das Motto, des am Mittwoch beginnenden evangelischen Kirchentages, „Du siehst mich“. Dahinter steckte der geistliche Appell, sich mehr auf seine Mitmenschen einzulassen. In der modernen Welt verlöre man anhand eines flüchtig geschickten Selfies zu rasch den Blick fürs Wesentliche. „Den Menschen erkennt man nur wirklich im empathischen Dialog“, war sich Fischer sicher.

Ihren klanglichen Höhepunkt fanden die Festtage mit dem großen Platzkonzert der Spielmannszüge der befreundeten Schützenvereine auf dem Festplatz. Zuvor stellte das Ensemble der Schülerkapelle des Ratsgymnasiums Osnabrück unter der Leitung Markus Preckwinkel die musikalische Überleitung her. Den sportlichen Schlusspunkt setzten in diesem Jahr die Künstler der inklusiven Tanzgruppen der Patsy & Michael Hull Foundation.


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