Angelika Müller und Heiner Wagner Hasberger Seniorenbeirat will ältere Mitbürger „vom Sofa holen“

Von Horst Troiza

Im gleichen Takt für die Sache der Senioren in Hasbergen: der Seniorenbeirat Angelika Müller und Heiner Wagner. Foto: Horst TroizaIm gleichen Takt für die Sache der Senioren in Hasbergen: der Seniorenbeirat Angelika Müller und Heiner Wagner. Foto: Horst Troiza

Hasbergen. Mittler zwischen Senioren sowie Rat und Verwaltung sind die Seniorenbeiräte. In Hasbergen nehmen Angelika Müller und Heiner Wagner die Anliegen älterer Mitbürger wahr, greifen Probleme auf und helfen mit bei deren Lösungen.

Rund 3200 Senioren leben in Hasbergen. Eine Anlaufstelle für diese Gruppe von Mitbürgern ist der Seniorenbeirat, der bereirs 2011 ins Leben gerufen wurde. Er soll in erster Linie Interessenvertreter der Älteren sein, deren Ansprechpartner bei Sorgen und Nöten, will aber auch selbst aktiv werden und Angebote schaffen. So verstehen jedenfalls Angelika Müller und Heiner Wagner ihre Aufgabe.

„Es gibt eine Menge zu tun“

„Es gibt eine Menge zu tun“, weiß Müller. Die 63-Jährige examinierte Altenpflegerin und hat während ihrer beruflichen Laufbahn Leitungsfunktionen innegehabt, befindet sich jetzt im Ruhestand. Sie ist bereits seit 2013 im Seniorenbeirat tätig und hatte die Arbeit zuletzt mit Christel Pappert und Karin Weisheit-Wick gemacht. Letztere sind ausgeschieden, an deren Stelle ist Heiner Wagner, ein 69-jähriger ehemaliger Verwaltungsbeamter und Versicherungsfachmann vom Gemeinderat berufen worden.

Mehr als nur Ansprechpartner

Beide sind hoch motiviert und wollen wesentlich mehr als nur Ansprechpartner sein. „In früheren Zeiten hat es ja immer so etwas wie Nachbarschaftshilfe gegeben. Man unterstützte sich gegenseitig, traf sich aber auch untereinander und unternahm etwas“, sagt Müller. Hier liege ein Betätigungsfeld für den Seniorenbeirat. „Wir möchten mit unterschiedlichen Angeboten Senioren vom Sofa holen. Etwa mit Tagesfahrten oder auch kürzeren Ausflügen, Veranstaltungen wie etwa zum Umgang mit dem Smartphone“, wird Wagner konkret. Er könnte sich Workshops zu verschiedenen Themen vorstellen, „zu denen die Teilnehmer ihre Ideen einbringen“.

Sie möchten die bestehenden Aktivitäten vernetzen, die in Vereinen und Verbänden schon für Senioren laufen. „Etwa in der Art des Ortsjugendrings, aber eben für eine andere Personengruppe. Bisher kochen noch alle ihr eigenes Süppchen“, so beide.

Angebote zur Verbesserung der Mobilität

Der Seniorenbeirat ist in erster Linie ein Gremium für die Belange von Alten und Kranken sein. „Natürlich ist das unsere Kernaufgabe“, wissen sie. So wollen sie sich zum Beispiel mit Angeboten zur Verbesserung der Mobilität befassen, wobei ihnen die Organisation von Mitfahrgelegenheiten vorschwebt. Müller hat sich in den umliegenden Gemeinden umgeschaut, und hier und dort Dinge gesehen, die sich in Hasbergen etablieren könnten. „In Hagen gibt es eine Gruppe handwerklich geschickter Leute, sie nennen sich De Helpers. Die führen auf Anfrage Kleinreparaturen bei jenen aus, die das selbst nicht mehr können“, nennt Müller eine Option.

Einrichtung eines Mehrgenerationenspielplatzes

Zudem möchten sie das Interesse jener wecken, die fit sind und in ihrer Freizeit die Gesellschaft anderer suchen. Ein Forum dafür wäre ein Begegnungszentrum, wie es für die Neue Mitte ja geplant ist. Ebenso die Einrichtung eines Mehrgenerationenspielplatzes, wie es ihn schon in Osnabrück gibt. „Wir haben eine Reihe von Ideen und sind für weitere aufgeschlossen. Deshalb möchten wir bei anderen, Gleichgesinnten, das Interesse wecken, sich an den Aktivitäten des Seniorenbeirates zu beteiligen“, wünscht sich Wagner.