Ostern 2017 Brauchtumsfeuer lodern in Hagen und Hasbergen

Von Michael Pohl


Hagen/Hasbergen. Wie in den Vorjahren zog es am Ostersonntag trotz des unbeständigem Wetters wieder zahlreiche Besucher an die Osterfeuer der Vereine in den Gemeinden um den Hüggel. In diesem Jahr boten die Organisatoren neben Musik auch ein paar Neuerungen.

Im Hagener Wiesental sorgten die 30 Spielleute des Musikzuges unter der Leitung von Sabine Weiss trotz der zum Teil ergiebigen Schauer für sonnige Stimmung. So versuchten die Musiker mit „Walking on sunshine“, die Sonne hinter der dichten schwarzen Wolkendecke hervorzulocken. Für die zu Beginn der Veranstaltung 300 anwesenden Gäste war das Wetter jedoch kein Hinderungsgrund, das Feuer am Vereinslokal der Spielleute zu besuchen.

Osterhase kommt trotz Regen

„Wir hoffen darauf, dass es sich noch aufklart“, kommentierte die Vorsitzende des Musikzuges Yvonne van´t Hof die missliche Wetterlage. Gleichwohl dankte sie in Ihrer Begrüßung den Helfern und Organisatoren für die gelungene Vorbereitung und hoffte auf einen trockeneren Verlauf des Festes. Eine besondere Überraschung für die Zuschauer des Osterfeuers bot auch in diesem Jahr der Besuch des Osterhasen. Wie in den Vorjahren stellte mit der fünfjährigen Mia ein Kind der Musiker die tierische Hauptperson dar. Gemeinsam mit ihrem Onkel verteilte Mia bunt bemalte Ostereier an die umstehenden großen und kleinen Gäste. Auf diese Weise zauberte sie ein sonniges Lächeln in so manches Gesicht.

Mit Petrus Hilfe Feuer pünktlich entzündet

Zum Ende der Darbietung der Musiker zeigte Petrus Nachsicht und ließ die Wolkendecke aufreißen. Daher stand einem pünktlichen Entzünden des traditionellen Osterfeuers nichts mehr entgegen. Zwar erhob sich unmittelbar nach Entfachen der Flammen zunächst eine mehrere Meter hohe Rauchsäule über dem großen Holzhaufen, diese wurde aber mit zunehmender Hitze kleiner.

Buntes Potpourri in Ohrbeck

Auch im benachbarten Hasbergen begann die traditionelle Veranstaltung des Schützenvereins im Ortsteil Ohrbeck mit einem bunten Potpourri aus dem Repertoire des gleichnamigen Spielmannszuges unter der Leitung des erfahrenen Tambourmajors Ulrich Keßler. Allerdings hatten die Musiker hier weniger Sorgen wegen des Wetters, da es in Ohrbeck bis zu diesem Zeitpunkt nicht so stark regnete.

Premierenauftritt der Freiwilligen Feuerwehr

Für eine Premiere sorgte in diesem Jahr die Zusammenarbeit des Vereins mit den Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr. Nach der Vorstellung des Spielmannszuges fuhren die Blauröcke mit Martinshorn und Blaulicht auf den Platz, um routiniert ein kleines Feuer abzulöschen.

Danach wurde den Kameraden um deren Pressesprecher Dennis Halsband die Ehre zu Teil, den Scheiterhaufen des Osterfeuers zu entzünden. „Wir möchten die Vereine und Verbände stärker zusammenbringen“, waren sich Halsband und der Organisator des Abends Kim Teutenberg einig. Auf diese Weise würden sich die Feuerwehr und der Schützenverein gut ergänzen.

Der Terrorgefahr Rechnung getragen

Neu waren in diesem Jahr auch die Sicherungsvorkehrungen, die in Ohrbeck getroffen wurden. Unter den Eindrücken der Anschläge von Berlin, Stockholm und Nizza hatten die Mitglieder des Schützenvereins an den drei Zufahrten zum Veranstaltungsgelände große Fahrzeuge abgestellt, die ein unkontrolliertes Einfahren verhinderten. „Die Sicherheit unserer Gäste hat Vorrang“, sagte Teutenberg.

Sowohl in Ohrbeck, als auch im Wiesental war es für die Menschen trotz Regen oder möglicher Sicherheitsbedenken ein echtes Anliegen, zu den Osterfeuern zu gehen.


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