Sport- und Kulturförderung 40000 Euro für die Spvg. Gaste-Hasbergen

Von Frank Muscheid

Insgesamt 46350 Euro Fördergelder hat der Ausschuss für Kultur, Sport und Öffentlichkeitsarbeit Hasbergen empfohlen. Der Großteil geht an die Spielvereinigung Gaste-Hasbergen. Symbolfoto: Jens Wolf/dpaInsgesamt 46350 Euro Fördergelder hat der Ausschuss für Kultur, Sport und Öffentlichkeitsarbeit Hasbergen empfohlen. Der Großteil geht an die Spielvereinigung Gaste-Hasbergen. Symbolfoto: Jens Wolf/dpa

Hasbergen. Ja zu Sport- und Kulturförderanträgen von Kultur- und Verkehrsverein (KuV), DRK, Squash-Club und Spielvereinigung (Spvg.) Gaste-Hasbergen, nein zu den Anträgen des DLRG. Das hat der Ausschuss für Kultur, Sport und Öffentlichkeitsarbeit jetzt empfohlen.

So sprachen sich alle einstimmig für die Defizitabdeckung des Museums „Geo-Zentrum Hüggel im Naturpark terra.vita“, betrieben vom KuV aus. Zum August 2016 hatte das Defizit 1950 Euro betragen. Frank Pfeifer (Grüne) machte sich stark dafür, dass jeder im Bekanntenkreis für den Besuch des Geo-Zentrums werben, um künftige Defizite zu senken. Bürgermeister Holger Elixmann kündigte „zu gegebener Zeit“ ein neues Förderkonzept an. Ebenfalls einstimmig befürwortet wurde der Zuschuss zu Funkausrüstung und Einsatzkleidung an das Deutsche Rote Kreuz für die „Sanitäter vor Ort“ von rund 1200 Euro. Das sei für die ehrenamtliche Arbeit notwendig, so Susanne Breiwe (CDU). Katrin Wahlmann (SPD) sagte, es diene dem Schutz der Bevölkerung und könne jedem mal passieren, Hilfe zu benötigen.

Zuschuss für Squash-Hoffnungsträger

Bei einer Enthaltung sprach sich der Ausschuss auch für den 3000 Euro-Zuschuss an den Squash Club Hasbergen aus. Eine Beteiligung an den Courtkosten war für Anträge aus 2012 und 2015 damit abgelehnt worden, dass der Club seinen Sitz in Lengerich habe. Viele Mitglieder wohnen aber in Hasbergen, treiben in der Freizeitland-Halle ihren Sport. Der Verein will mit dem Zuschuss etwa 40 Kinder und Jugendliche fördern, Court-Miete und Vereinskosten dafür begleichen. Wahlmann wies darauf hin, dass viele Jugendlichen Deutsche Meister oder Niedersachsen-Meister seien: So eine „Talentschmiede“ gebe es selten im Ort. Elixmann regte an, über eine Talenförderung in den Richtlinien nachzudenken. Der Club sei ein Aushängeschild. Michael Pfeifer (Grüne) unterstütze den Antrag – er selbst habe Schach-Nachwuchs ausgebildet, manche hätten an Turnieren aus Kostengründen nicht teilnehmen können. „Wir müssen klare Kriterien haben“, diese seien neu zu formulieren, so Ausschussvorsitzender Friedrich Fischer (CDW)

Investition in Vereinsheim

Auch den seit Jahren größten Förderbetrag von rund 40200 Euro befürwortete der Ausschuss einstimmig. Die Spvg Gaste-Hasbergen will für rund 161000 Euro das Vereinsheim erweitern, 25 Prozent sind förderfähig. Die Unterlagen dazu seien vorbildlich, sagte Pfeifer. Es entstünden bleibende Werte für Hasbergen. Es seien Neu- und Umbaumaßnahmen gemäß der Richtlinie, so Breiwe, und diese mustergültig dargestellt. Geldhöhe und Leistung für die Hasberger stünden „in Relation“, so Fischer. Die Deutsche Lebensrettungsgesellschaft (DLRG) Hasbergen zog ihren Antrag auf einen Zuschuss zur Vereinsheimrenovierung zurück. Eine Bezuschussung von Ausbildungskursen befürwortete nur die CDU. Es sei wichtig, die Ausbildungen vorzunehmen, so Susanne Breiwe. Pfeifer argumentierte, andere Vereine hätten auch Ausbildungskosten, die sie selbst tragen müssten. Das sah auch Vorsitzender Fischer so und gab zu bedenken, dass mit der Zustimmung ein Präzedenzfall geschaffen werde, die öffentliche Hand springe bei der laufenden Vereinsfinanzierung eigentlich nicht ein. Diese Problematik sah auch Dagmar Arglebe-Stiller (SPD). Auch der Zuschuss für eine Aquajoggingausrüstung wurde bei vier Enthaltungen abgelehnt.


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