Wo ist Elke? Annika Lehmann sucht Ziehtochter ihrer Oma aus Hasbergen

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Annika Lehmann sucht die Ziehtochter ihrer Oma. Links zeigt Annika Lehmann in ihrer Jugend, rechts heute. Fotos: LehmannAnnika Lehmann sucht die Ziehtochter ihrer Oma. Links zeigt Annika Lehmann in ihrer Jugend, rechts heute. Fotos: Lehmann

Hagen/Hasbergen/Hilter. Als Annika Lehmann ein Kind war, zog in die freie Wohnung im Haus ihrer Großeltern eine junge Frau namens Elke. Nach dieser Elke sucht Annika Lehmann seit zwei Jahren.

Vor zwei Jahren, am 2. März 2015, ist Annika Lehmanns Oma Sigrid Nitsche geborene Bille im Alter von 74 Jahren an Leberkrebs gestorben. Lehmann kümmerte sich damals darum, dass die Trauerkarten verschickt wurden. Nur die Adresse von Elke hatte sie nicht, kennt auch ihren Nachnamen nicht.

Annika Lehmann stammt aus Steinhagen im Kreis Gütersloh, wo ihre Familie noch wohnt. Ihre Oma zog etwa im Jahr 1990 nach Hasbergen. Als Lehmann zehn bis 14 Jahre alt war, mietete Elke die Wohnung im Haus der Großeltern. Etwa 30 Jahre alt war sie damals, schätzt Annika Lehmann. „Sie hatte einen Hund.“ Wie er hieß, weiß sie nicht mehr, aber es war ein Münsterländer. „Meine Großeltern haben sie wie eine Tochter aufgenommen“, erinnert sich die heute 28-Jährige. Wenn Elke bei der Arbeit war, kümmerten sich die beiden um den Hund. Auch Annika Lehmann verbrachte Zeit bei Elke, schaute mit ihr Fernsehen, spielte mit dem Hund. Elke passte manchmal auf Annika Lehmanns Schwester Corinna auf. Gemeinsam wurde gegrillt. Die Großeltern feierten mit Elke sogar Weihnachten und Silvester, bei Familienfesten war die junge Frau dabei.

Dann heiratete Elke ihren Mann. Stefan heißt er, meint Annika Lehmann. Dass Tochter Angelina geboren wurde, auch daran kann sie sich erinnern. Die kleine Familie zog weg. „In Hagen oder Hilter haben sie gewohnt“, glaubt sie. Genau weiß sie es nicht mehr. Was sie aber weiß, ist, dass ihre Oma den Kontakt weiterhin pflegte. Sie telefonierte mit Elke, bezeichnete Angelina als Enkelkind. Überall im Haus hätten Fotos gehangen.

Lehmann hat im Krankenhaus in Dissen ihr Examen als Krankenschwester gemacht. Danach verließ sie die Region. Seit 2011 lebt sie in Köln. Dadurch war sie nicht mehr bei allen Familienfesten. Ihre Großeltern besuchten sie in Köln. Der Kontakt zu Elke aber riss ab, sie verloren sich aus den Augen.

Vor zwei Jahren dann erkrankte die Großmutter an Leberkrebs. Durch die Krankheit war sie vergesslich. Noch im Krankenhaus fragte Annika Lehmann nach Elkes Telefonnummer, doch ihre Großmutter sagte nur, sie werde sie anrufen, wenn sie wieder zuhause sei. „Sie hatte das Daten- und Telefongedächtnis.“ Doch dann starb ihre Oma. Ihr Opa konnte ihr bei der Suche auch nicht helfen.

„Ich weiß, dass es wichtige Leute für meine Großmutter waren“, sagt die 28-Jährige. „Ich habe das Gefühl, sie konnten nicht Abschied nehmen.“ Deshalb will sie Elke unbedingt finden. Sie wisse auch gar nicht, ob Elke bekannt war, dass ihre Oma krank war. Vielleicht habe sie die Großmutter sogar im Krankenhaus besucht. Auch für Annika Lehmann war Elke eine Bezugsperson. „Da ist eine Lücke“, sagt Annika Lehmann. Sie möchte Elke gerne wiedersehen, auch um ihr von der letzten Zeit ihrer Oma zu erzählen.

Wenn Sie sich wiedererkannt haben oder eine Idee haben, wer Elke sein könnte, melden Sie sich bitte in der Redaktion unter 0541/310-632.


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