Vorlage von Lichtbildausweis Änderung für Blutspender ab Jahresbeginn in Kraft

Meine Nachrichten

Um das Thema Hasbergen Ihren Nachrichten hinzuzufügen, müssen Sie sich anmelden oder registrieren.

Der nächste Blutspendetermin in Hasbergen findet am 3. Januar statt. DRK-Ortsvereinsvorsitzender Christian Böckenförde und die Hasberger Leiterin des Blutspendedienstes Birgit Heiser machen auf die neue Regelung aufmerksam, die das Vorlegen eines Lichtbildausweises verlangt. Foto: Horst TroizaDer nächste Blutspendetermin in Hasbergen findet am 3. Januar statt. DRK-Ortsvereinsvorsitzender Christian Böckenförde und die Hasberger Leiterin des Blutspendedienstes Birgit Heiser machen auf die neue Regelung aufmerksam, die das Vorlegen eines Lichtbildausweises verlangt. Foto: Horst Troiza

Hasbergen/Hagen. Mit Beginn des neuen Jahres müssen Blutspender einer neuen Regelung nachkommen. Wenn bisher beim Aderlass der Blutspendeausweis als Identifikation ausgereicht hat, ist nun die Vorlage eines gültigen Lichtbildausweises wie etwa des Personalausweises oder des Führerscheins vorgeschrieben.

Wie Birgit Heiser vom Ortsverein Hasbergen des DRK klar stellt, wird die neue Verordnung bereits beim Blutspendetermin am 3. Januar in der Schule am Roten Berg angewendet werden. „Wir benötigen bei der Anmeldung von allen Spendern, alten und neuen, einen gültigen Lichtbildausweis. Wer dem nicht nachkommen kann, den müssen wir leider wieder nach Hause schicken“, macht die Leiterin des Blutspendedienstes des Ortsvereins deutlich.

Aktualisierung des Transfusionsgesetzes

Bisher hatten Blutspendeaufrufe immer die Bitte enthalten, zur Entnahme den Personalausweis und/oder den Blupendeausweis mitzubringen. Ab dem 1. Januar 2017 ist die Formulierung „oder“ gestrichen, der Blutspendeausweis reicht bei der Anmeldung allein nicht mehr aus. Die Änderung geht auf eine Aktualisierung des Transfusionsgesetzes zurück, das  „Richtlinien zur Gewinnung von Blut und deren Bestandteile“ definiert. Die Bundesärztekammer und das Paul-Ehrlich-Institut regeln in diesen Richtlinien unter anderem, wer zur Blutspende zugelassen werden darf.

Größere Sicherheit

Als amtliche Lichtbildausweise werden Personalausweis, Reisepass, Führerschein der Bundesrepublik Deutschland, gleichartige Dokumente anderer Staaten in lateinischer Schrift, Aufenthaltstitel (außer mit dem Vermerk „Personalien laut eigener Angabe“) und Ausweisdokumente von Bundes- und Landesbehörden sowie der deutschen Streitkräfte anerkannt. Birgit Heiser kommentiert die Änderung mit den Worten, dass sich so „eine größere Sicherheit ermöglichen lässt – für den Spender und den Empfänger“.

In Hasbergen wurden 2016 bei fünf Terminen 592 Spender gezählt. „Letztes Mal haben wir alle auf die Änderung hingewiesen“, erklärt sie.

Mehraufwand für den Blutspendedienst

Ihre Kollegin Sylvia Schwarberg vom DRK-Ortsverein Hagen sieht in der Regelung einen Mehraufwand für die in den Blutspendedienst eingebundenen DRK-Mitglieder. „Für jeden Spender ist ein Aufnahmebogen zu erstellen, der vom DRK unterschrieben werden muss“. Bei rund 130 Spendern pro Termin ist das Argument sicherlich nicht von der Hand zu weisen, zumal es sich ja um ehrenamtlich tätige Kräfte handelt. Aber man werde die Aufgabe schon Schultern. Schwarberg hofft, dass die neue Regelung potenzielle Spender nicht davon abhält, in Zukunft zu Terminen zu kommen und Blut zu spenden. Das DRK in Hagen lädt am 13. Januar zum nächsten Blutspendetermin in die Grundschule nach Gellenbeck ein.

Birgit Heiser hat keinerlei Bedenken, dass Spender ausbleiben könnten. Von zweien weiß sie schon, dass sie auf jeden Fall kommen. „Dienstag werden wir diese für 100 Blutspenden auszeichnen, die sie bisher geleistet haben“.


Weitere Angebote, Produkte und Unternehmen der noz MEDIEN