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Das soziale Herz stärken Kreiskonferenz der AG 60plus der SPD in Hasbergen

Von Frederik Theiling


Hasbergen. Die SPD Arbeitsgemeinschaft 60plus hat im Gasthaus Thies in Hasbergen ihre Kreiskonferenz abgehalten. Zentraler Punkt der Veranstaltung war die Wahl des Vorstandes.

Für den Vorsitzenden der Arbeitsgemeinschaft 60plus der SPD, Henry Joelifier, war es ein guter Nachmittag. Mit 47 von 50 Stimmen wurde er in seinem Amt bestätigt. Auch die stellvertretenden Vorsitzenden, der Schriftführer und die Beisitzer wurden gewählt. „Eine tolle, coole und inspirierende Mannschaft“, sagte Joelifier über den neu gewählten Vorstand. Schwerpunkte der AG 60plus sind hauptsächlich Themen wie Pflege, Betreuung, Gesundheit und Wohnen.

Lager mahnt

Grußworte gab es bei der Veranstaltung vom stellvertretenden Landrat Werner Lager (SPD). Er bedankte sich zunächst für die Unterstützung im Kommunalwahlkampf, fand aber auch mahnende Worte. „Wichtig ist, dass wir darüber sprechen, was nicht gut gelaufen ist. Wir müssen den Menschen noch näher sein.“ Zudem dürfe sich die Partei nicht zu viel mit sich selbst befassen. „Das ist ein Manko“, sagte Lager. „Die Leute wollen eine Volkspartei und Wahlen können wir nur gewinnen, wenn wir Einigkeit zeigen.“ Im Kreistag seien mittlerweile sieben Fraktionen vertreten. Die SPD könne daher nicht einfach zur Tagesordnung übergehen.

Ähnlich sah das auch der ehemalige Geschäftsführer der Osnabrücker SPD, Gerd Groskurt. „Die Sozialdemokratie hatte früher einen Markenkern. Deswegen war sie so lange erfolgreich“, sagte Groskurt. Das Motto „Das soziale Herz“ der Arbeitsgemeinschaft 60plus fand Groskurt daher besonders gut gelungen. „Ich kann euch zu diesem Motto nur beglückwünschen.“ Für die Kommunalpolitik regte er außerdem die Idee Initiative 16plus an, um mehr junge Menschen politisch zu engagieren. „Einmal im Jahr sollten alle Politiker, die in den Kommunalparlamenten sitzen, in die Schulen gehen“, sagte Groskurt. Vielen fehlten schlicht Informationen über die Kommunalpolitik.

Blinkender Leuchtturm

Anschließend stellte Vorsitzender Joelifier den Jahresbericht vor. Besondere Wertschätzung erfuhr dabei auch der 2,60 Meter hohe blinkende Leuchtturm, mit dem die Arbeitsgemeinschaft in den vergangenen Kommunalwahlkampf gezogen war. Während des Wahlkampfs hatten auf ihm sogar Außenminister Frank-Walter Steinmeier und der niedersächsische Ministerpräsident Stephan Weil unterschrieben.

Als einen der Höhepunkte im vergangenen Jahr nannte Joelifier das Projekt „Alt hilft jung. Jung hilft alt“. Dessen Ziel sei es, einen Austausch herzustellen. „Die älteren Menschen geben ihre Erfahrungen und Philosophie an die jüngeren weiter. Die Jugendlichen unterstützen die älteren Menschen beim älter werden“, sagte Joelifier. Er sieht in der Arbeitsgemeinschaft 60plus daher eine große Chance. „Das „S“ der SPD muss stärker an die Wähler herangetragen werden“, sagte Joelifier. „Wir müssen mehr Emotionen hineinbringen und viel mehr das Herz und die Seele der Menschen in den Vordergrund rücken.“