Hüggelgemeinde feiert Grenzenloses Fest auf Hasberger Kirchberg gezaubert

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Hasbergen. Am Sonntag lieferten die Organisatoren des Hasberger Kirchbergzaubers ein Fest für alle Generationen. Bei strahlendem Sonnenschein genossen zahlreiche Besucher aus allen Teilen der Hüggelgemeinde das Fest unter dem Motto „Grenzenlos“.

Bereits an der Einmündung der Martin-Luther-Straße konnten die Besucher das Motto des Festes erkennen. Mit einem bunten Trödelmarkt boten die Anlieger ein Potpourri aller Gegenstände des täglichen Lebens. Dabei reichten die angebotenen Waren von Schallplatten über Spielzeug bis zu Bekleidungsstücken jeglicher Größe. Auf einer zentralen Bühne unweit der Christuskirche brachten zahlreiche Künstler lokaler Vereine und Bands ihr Können zu Gehör.

Mit Urgewalt zurück auf Start

Während sich die Erwachsenen den musikalischen Angeboten der verschiedenen Chöre, Musikgruppen und Künstler zuwandten, zog es das jüngere Publikum eher zu den sportlichen Angeboten. Hoch im Kurs stand etwa bei dem achtjährigen Frederik der sogenannte Bungee-Run. Dabei galt es, gegen den Widerstand eines langen Gummiseils einen Gegenstand weiter zu tragen als der jeweilige Gegner. Weil irgendwann das Seil stärker war als die Muskelkraft der Athleten, wurde so mancher Teilnehmer mit Urgewalt auf seine Ausgangsposition zurück geschleudert.

Trotz dieser kräftezehrenden Anstrengung zog es Frederik und seine Freunde weiter in die „Arena der Gladiatoren“. Dort mussten Gegner mittels einer Schaumstoffstange von einem Podest gestoßen werden. „Hier kann ich mich richtig austoben“, antwortete der junge Sportler auf die Frage, warum ihm diese Angebote am besten gefielen.

VfL-Stars suchen Nähe der Fans

Den hautnahen Kontakt zu waschechten Fußballprofis konnten die Fans des VfL Osnabrück erfahren. Mit Ahmet Arslan und Kwasi Okyere Wriedt standen zwei Spieler aus dem aktuellen Kader ihren Besuchern eine Stunde lang für Autogramme und Fragen zur Verfügung. „Für uns ist es eine schöne Abwechslung vom Ligaalltag, kommentierte Arslan seine Unterstützung des Festes. Seinem Teamkollegen Wriedt war darüber hinaus die Nähe zu den Fans sehr wichtig. „Nur so erfahren wir, was sich in der Fangemeinde in und um Osnabrück tut.“

Bunte Farbtupfer in die lange Reihe der Angebote setzten die Betreiber des Cafés international. Bei kulinarischen Spezialitäten, etwa original arabischem Tee, kamen Besucher verschiedener Nationen zwanglos ins Gespräch. Guten Zuspruch fanden auch die Imbissstände der übrigen Anbieter. Einen Absatzrekord konnte beispielsweise der Ortsverein der Deutschen Lebensrettungsgesellschaft (DLRG) vermelden. Nur anderthalb Stunden nach Eröffnung des Standes hatten die Mitglieder bereits 17 Kilogramm Kartoffelpuffer verkauft. Dazu verzehrten die Gäste rund 15 Kilogramm Apfelmus.

Die Grenzen im Kopf überwinden

Gerade der freundliche und verständnisvolle Umgang miteinander lasse das Motto der Veranstaltung erlebbar werden, sagte Pastor Guido Schwegmann-Beisel . Daher habei für ihn mit dem einleitenden bunten Gottesdienst, der schönste Moment des Festes gleich zu Beginn stattgefunden. „Wenn Menschen die Grenzen im Kopf überwinden, entsteht das Verständnis füreinander.“ Wichtig sei dem Seelsorger auch, dass auf diese Weise gerade junge Menschen die zwanglose Begegnung mit gehandicapten Menschen oder Bürgern anderer Nationen auf friedliche Weise erfahren könnten.

Diesen integrativen Charakter des Festes unterstrich auch der Chef des politischen Gemeinde Holger Elixmann. Besonders erfreut war Elixmann über den regen Zuspruch aus allen Teilen der Bevölkerung bei der Veranstaltung. Auf diese Weise werden nach Ansicht des Bürgermeisters wichtige Impulse für das Zusammenwachsen der Ortsteile gegeben. „Nur gemeinsam ist so ein Fest machbar.“ Weil so ein Volksfest nur Gewinner hervorbringe, waren sich Schwegmann-Beisel und Elixmann einig, dass es in zwei Jahren eine Wiederholung geben soll.


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