Freiwillige Feuerwehr feiert Oktoberfest in Hasbergen wirkt bis nach Kenia

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Hasbergen. Mit einem Bayerischen Abend sind am Freitag die Kameraden der Wehr in die Hasberger Firetage gestartet. Neben Musik und süddeutscher Gemütlichkeit stand auch die kameradschaftliche Unterstützung eines Projektes in Kenia im Focus des Festes.

In seiner Eröffnung dankte Gemeindebrandmeister Steve Kraus zunächst den Kameraden und zahlreichen weiteren Helfern für die große Hilfe bei der Organisation des Abends. Mit den Worten: „Das macht sich nicht alles von alleine“, unterstrich Kraus die Wichtigkeit dieses ehrenamtlichen Engagements. Gleichzeitig wünschte er den Gästen und Wehrleuten einen schönen Verlauf des Festes.

Deutscher Feuerwehrmann aus Arabien

Als Besonderheit stellte der Brandmeister den Lebenslauf des ehemaligen Mitgliedes der Wehr, Christian Hagedorn , und ihn selbst vor. Hagedorn sei über die Jugendfeuerwehr Hasbergen zum Rettungs- und Löschwesen gekommen, später der aktiven Feuerwehr beigetreten. Über ein Ausbildungszentrum in Nordrhein-Westfalen gelangte der ausgebildete Feuerwehrmann zu einer Anstellung in den Vereinigten Arabischen Emiraten. Dort dient Hagedorn als Zugführer für die Emirates Fire and Rescue Company im Emirat Amjan, das rund 20 Minuten von Dubai entfernt liegt.

Durch seine kenianische Frau Florence wurde Hagedorn auf die katastrophalen Zustände des Löschwesens in deren Heimatland aufmerksam. Da es selbst in der Hauptstadt Nairobi nur eine Feuerwache im desolaten Zustand gebe, sei Hagedorn sofort klar geworden: „Hier möchte ich helfen.“

Feuerwehr in Kenia aufgebaut

Unter der Leitung des erfahrenen Wehrmannes entstand aus Spenden und Finanzierungshilfen der Bundesregierung im Baringo County eine Berufsfeuerwehr, die sich rund um die Uhr um den Schutz der etwa 550000 Einwohner kümmert. Weil dieser Bezirk Kenias alleine eine Fläche von rund elftausend Quadratkilometern einnimmt, sei diese erste Gründung einer Wehr – wie so oft – der sprichwörtliche Tropfen auf den heißen Stein, so Hagedorn. Für den weiteren Aufbau sei er daher auf Spenden angewiesen. Der Hilfe der Hasberger Kameraden konnte sich der Wehrmann dabei gewiss sein. Aus diesem Grund rief Kraus die Gäste mit einer Sammelaktion zur Unterstützung des Projektes auf.

Im Anschluss ergriff Bürgermeister Holger Elixmann das Wort und würdigte ebenfalls das große Engagement Hagedorns. Im weiteren Verlauf seines Grußwortes stellte der Verwaltungschef mit launigen Worten fest, dass wenn in Hasbergen Lederhosen und Dirndl getragen würden, für ihn die „schönste fünfte Jahreszeit“ angebrochen sei. Mit einem Augenzwinkern blickte Elixmann auf den aktuellen Wahlkampf und forderte: „Mehr Bier statt Mineralwasser für Hasbergen“.

Jüngster Gewinner darf reisen

Musikalisch eröffnete – nach dem traditionellen gemeinsamen Ruf von Elixmann und Kraus „O´zapf´t ´ís“ – das Hasberger Blasorchester mit Egerländer Volksmusik den Abend. Schnell sorgten die acht Musiker unter der Leitung von Klaus Dierenfeldt für eine zünftige Atmosphäre unter den rund 300 Festgästen. Bei gutem Wetter fand auch die von den Wehrleuten organisierte Tombola regen Zuspruch. Der jüngste Gewinner des Abends war der zehnjährigen Cosimo Lücke. Er gewann mit einem von seiner Mutter Kerstin Lücke gekauften Los eine Reise. Zu vorgerückter Stunde übernahm DJ Glizzy den Plattenteller und entführte die Gäste „atemlos in die Nacht“.


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